Einladung
zum Vernetzungstreffen
"Das" Treffen
zum Vernetzung und Strategien von Widerstand!
Eingeladen von Hoppetosse, Direct-Action-Netzwerk, Neolib/Prag-Vorbereitungsgruppen
usw.!
Aufruf des Hoppetosse-Netzwerks
Wie andere Gruppen und
Menschen auch rufen wir (AktivistInnen, die ein Netzwerk für kreativen Widerstand
namens Hoppetosse ins Leben gerufen haben) zu einem bundesweiten Vernetzungstreffen
vom 19. bis 21. Januar 2001 an der FH Düsseldorf auf.
Trotz zahlreicher Aktivitäten
und Events von Seattle bis Prag, von London bis Hannover und trotz kontinuierlicher
Arbeit zahlreicher Gruppen in allen Winkeln der Welt, macht sich in der Linken
immer öfter die Frage breit, wie es eigentlich weitergehen soll. Welche Visionen
und Ziele verfolgen wir eigentlich und wie können wir unsere Arbeit weitermachen,
verändern, aus Fehlern lernen und neue Ideen entwickeln?
Im Januar wollen sich
deshalb Leute aus verschiedensten Zusammenhängen in Düsseldorf treffen, um
zusammen über die Perspektiven linken, emanzipatorischen Widerstandes nachzudenken.
Zahlreiche Arbeitskreise sollen dazu dienen, aus bisherigen Erfahrungen zu
schöpfen und neue Ideen entwickeln zu können. Da das Treffen sowohl von aktiven
Leuten aus den Prag-Zusammenhängen als auch von Leuten aus dem neuen Netzwerk
für kreativen Widerstand vorbereitet wird, gibt es eine sehr breite und umfassende
Palette von AK's zu vielen externen und internen, praktischen und theoretischen
Fragen.
Das Netzwerk für kreativen
Widerstand hat bislang vier AK's geplant. In dem AK "Gruppenprozesse
und Entscheidungsfindung von unten" soll selbstkritisch mit Problemen
und Strategien innerhalb der Linken umgegangen und sich in Selbstreflexion
geübt werden. Weiterhin wird es einen Arbeitskreis zu "Gender/Antisexismus"
geben, in dem sich einem lange vernachlässigten und kontrovers diskutiertem
Thema genähert werden soll. Kreativ und phantasievoll wird es dann hoffentlich
in den AK's "Visionen und Utopien" sowie "Aktionskunst/Theater/Satire".
Ersterer möchte bereits
verfasste Visionen einer anderen Gesellschaft vorstellen und diskutieren sowie
die Frage stellen, inwiefern wir unsere Visionen überhaupt schon leben können.
Letzterer ist ein ganz konkretes Ergebnis der Idee, kreativen Widerstand zu
fördern, indem wir uns einmal über Formen, Möglichkeiten und Organisation
von spontaner, subversiver Kunst Gedanken machen. Die genaueren Beschreibungen
der AK's werden dabei sowohl in dem Vorbereitungsreader zu finden sein, als
auch ihren Weg über die allseits bekannten Mailinglisten finden.
Wir denken, dass die
Linke sich mit ihren klassischen Formen des Widerstands in einer unsichtbaren
Sackgasse befindet. Einerseits sind Aktionen wie in Seattle, Prag, Hannover
oder London wichtig und nötig, andererseits werfen sie vor, während und nach
ihrer Durchführung immer wieder Probleme auf. Wie kann mensch die Organisation
verbessern, ohne hierarchischen Prinzipien zu verfallen? Wie können wir unsere
Handlungsmöglichkeiten dadurch erweitern, einfach mal Alternativen zu konventionellen
Formen anzudenken? Inwiefern müssen wir interne Konflikte konstruktiv ausfechten
und inwiefern lassen wir uns unnötig lähmen? Welche theoretischen Ansätze
sind es wert, ausdiskutiert zu werden und wo sind unsere Differenzen eigentlich
nur unsere Fesseln?
Wer sich für solche
und andere Fragen interessiert und Widerstand gegen das kapitalistische System
und seine Logik für unabdingbar hält, ist aufgerufen, sich an dem Treffen
zu beteiligen, eigene Ideen einzubringen und ebenso eigene Aufrufe zu verfassen
und zu verteilen.
Bitte meldet euch bei
Andrea, wenn ihr Fragen zum Treffen habt, AGs anbieten wollt, etc.:
Andrea
AStA FH Düsseldorf
Georg-Glock-Str. 15
40474 Düsseldorf-Golzheim
mailto:fh-d@gmx.net
Tel.: 0173-1761737
Vorbereitungsreader
Es wird einen Vorbereitungsreader
zum Vernetzungstreffen geben, den ihr unter obengenannter Adresse bestellen
könnt. Bitte schreibt selbst Texte oder stellt Texte, die ihr gut findet,
zur Verfügung. Schickt die Texte an: mailto:vivazapata@annyway.net
Wegbeschreibung & nähere Infos gibt es in Kürze unter http://members.fortunecity.com/januartreffen
auch zu erreichen über http://go.to/januartreffen
oder http://run.to/januartreffen
Aufruf aus Neolib/Prag-Vorbereitungstreffen zum Treffen
Widerstand weltweit organisieren!
Wie andere Gruppen und Menschen auch rufen wir (Leute, die
sich aus internationalen Zusammenhängen
kennen und für die Prag-Mobilisierungsbroschüren "WiderStandort Prag"
zusammengearbeitet haben) zu einem bundesweiten Vernetzungstreffen vom 19.
bis 21. Januar 2001 an der FH Düsseldorf auf.
Viele von uns sind aus
Prag mit neuer Dynamik zurückgekehrt. Nicht nur der Erfolg unseres Protestes
gegen den IWF/Weltbank-Gipfel hat uns motiviert, sondern auch das Beispiel
von Bewegungen in anderen Ländern wie Ya Basta in Italien, Reclaim the Streets
in Großbritannien und viele andere. Was in diesen Ländern möglich ist, ist
auch bei uns möglich: eine Zusammenarbeit zwischen linken Gruppen und Bewegungen,
die über die ganze Bundesrepublik verteilt sind; eine Überwindung von Ein-Punkt-Bezügen
ohne die konkrete praktische Arbeit aufzugeben; Verständigung trotz Diversität
(und gerade deswegen bereichernd); Abbau von Herrschaft ohne informelle Hierarchien
aufzubauen; neue Aktionsformen und politische Strategien. Wir möchten mitwirken
am Aufbau einer solchen bundesweiten Vernetzung und rufen daher mit anderen
zu einem ersten Treffen vom 19. bis 21. Januar in Düsseldorf auf. Natürlich
richtet sich dieser Aufruf nicht an Menschen aller politischer Couleur; folgende
Prinzipien sollten einer solchen Vernetzung zugrunde liegen:
Wir lehnen jede Form
von Herrschaftsverhältnis ab und treten ein für die Würde aller Menschen in
ihrer Vielfalt. Wir sind jedoch immer Teil der Widersprüche und sehen daher
die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Widerstandes als Prozess.
Wir nehmen gegenüber
dem Kapitalismus eine konfrontative Haltung ein.
Lobbyarbeit erkennt
Machtverhältnisse an und legitimiert sie.
Deswegen rufen wir zu
direkten Aktionsformen auf, die allein grundlegende Veränderungen hervorrufen
können. Wir wollen eine horizontale Vernetzung/Kooperation. Das bedeutet für
uns: Abbau aller Hierarchien und Dominanzen, gleichberechtigtes Miteinander,
konsensorientierte Entscheidungen, von und miteinander lernen.
Wir wollen eine internationale
Vernetzung. Da die Probleme des weltweiten Kapitalismus international sind,
muss der Widerstand dagegen ebenfalls international sein. Obwohl es in der
BRD noch keine über Ein-Punkt-Bezüge hinausgehende Vernetzung gibt, denken
wir, dass schon jetzt durch internationale Zusammenarbeit und Austausch der
Widerstand hier belebt werden kann.
Das Treffen vom 19.
bis 21. Januar 2001 in Düsseldorf verstehen wir als einen ersten Schritt in
einem langsamen Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum entwickelt.
Für sein Gelingen ist es notwendig, dass sich möglichst viele Ein-Punkt-Bezüge
einbringen und den Prozess mitgestalten. Wir fordern daher alle Gruppen und
Menschen, die mit den obengenannten Prinzipien übereinstimmen, auf, ebenfalls
zu dem Treffen im Januar aufzurufen und sich dort inhaltlich einzubringen!
Unsere Gruppe kann sich
vorstellen, vier Arbeitsgruppen zu den Themen "Europäische Vernetzung",
"Von Chiapas bis Prag", "Umgang mit hierarchischen und/oder
reformistischen Verbänden" und "Plan Colombia" anzubieten.
Bisheriger Stand,
zum Verlauf
Freitag 18 Uhr: Abendessen
anschl. Plenum mit Austausch "Was läuft in welchen Zusammenhängen - Aktionen,
Vernetzung, Strategiedebatten"
Samstag ganztags: AGs
zu verschiedenen Aktionsformen, Strategien usw. für Widerstand und Bewegung-von-unten.
Bislang sind in Planung:
* Aktionskunst, Strassentheater,
Satire
* Entscheidungsfindung
von unten (Plena und Gruppen ohne Hierarchie und Nerverei)
* Gender/AntiSexismus
(leider noch kein Vorbereitungsteam!)
* Visionen und Politik
* Europäische Vernetzung
* Von Chiapas nach Prag
* Umgang mit hierarchischen
und/oder reformistischen Verbänden
* Plan Colombia
Ziel der Arbeitskreise
ist der Austausch, die Erarbeitung konkreter Vorschläge und möglichst ein
Abschluss zu weiteren Schritten, ein Diskussionspapier für eine breitere Debatte
usw.
Sonntag 10-12 Uhr: weitere
Arbeitskreisphase, parallel:
DelegiertInnentreffen
der AKs zur Vorbereitung des Plenums
Plenum: Weitere Schritte,
Vernetzung usw.
Wegbeschreibung
Mit der Bahn:
Vom Hauptbahnhof nehmt
ihr die U 78 Richtung Messe oder die U 79 Richtung Duisburg. Das Wochenendticket
gilt in den Bahnen. An der achten Haltestelle "Theodor-Heuss-Brücke"
steigt ihr aus. Ihr lauft ca. 50 Meter zurück in Fahrtrichtung (rechts beim
Aussteigen), dann biegt ihr links in die Georg-Glock-Strasse ein. Nach ca.
150 Metern seht ihr eine 3,5 m hohe Metallplastik (eine zeichnende Hand),
die auf den Haupteingang der FH weist.
Mit der Umweltsünde
par excellence:
Fahrt auf die A 52 Richtung
Düsseldorf. Am Ende der Autobahn kommt eine Verzweigung -> fahrt links
Richtung Flughafen, Derendorf, Golzheim über die Theodor-Heuss-Brücke. An
der ersten großen Kreuzung nach der Rheinüberquerung (unmittelbar vor der
Überführung, dem Kennedydamm) biegt ihr rechts ab und dann gleich wieder rechts.
Auf der linken Seite befindet sich nun das FH-Gebäude. Eine 3,5 m hohe Metallplastik
(eine zeichnende Hand) deutet auf den Haupteingang. Biegt links in die Josef-Gockeln-Strasse
ab, denn da befinden sich Parkplätze, zudem ist am Ende des Geländes die Einfahrt
der FH-Tiefgarage.