A im KreisAG Bildung und Erziehung ohne Herrschaft

Eine Voraussetzung für eine anarchistische Gesellschaft

1. Erziehung und Bildung als Herrschaftsinstrument

  Kritik an der Staatsschule

2. Verständnis des anarchistischen Erziehungs- und Bildungsgedankens - geschichtlich und aktuell

3. Praktische Beispiele in der Geschichte

4. Anarchistische Pädagogik heute

5. Ansätze um Herrschaft im Bildungs- u. Erziehungswesen abzubauen

In dem informativen Teil dieser AG soll ein Überblick über die Entwicklung der Theorie und Praxis Von Anarchisten/innen im Bereich Erziehung und Bildung gegeben werden.

Voraussetzung für eine eigenständige anarchistische Pädagogik war und ist die Kritik an den bestehenden Herrschaftsverhältnissen.

Bereits vor 200 Jahren entlarvten Anarchisten/innen Erziehung und Bildung als ein von den Herrschenden mit Vorliebe eingesetztes Instrument zur Unterdrückung der Bevölkerung.

Bis heute unverändert bestimmen Staats- und Kapitalinteressen sowohl die soziale, als auch die inhaltliche Komponente im Bildungswesen.

Trotz aller Gaukelei von der Chancengleichheit in diesem Land, ist die Staatsschule ein Faktor, der dazu beiträgt, die Klassenunterschiede zwischen Arm und Reich weiter aufrecht zu erhalten.

Von klein auf werden uns von den Handlangern/innen der staatlichen Bildungsinstitutionen Werte eingetrichtert, die einer Gesellschaft ohne Herrschaft völlig entgegenstehen.

Statt soziale Fähigkeitenim Umgang mit anderen zu lernen, statt des Angebotes einer unseren Möglichkeiten und Interessen entsprechenden Bildung, wird uns in der Hauptsache ein leistungsorientiertes und hierarchiebewußtes Denken und Handeln vermittelt. Ansätze zur Selbstbestimmung, Solidarität und Selbstverantwortung werden im Keim erstickt. Der in diesem Land existierende Autoritätenwahn kommt nicht zuletzt durch die, in staatlichen Bildungsinstitutionen bewußt geleistete, Erziehung zum Gehorsam zustande.

In einer Zeit, die zunehmend von einem offen zu Tage tretenden Rassismus geprägt ist, wird wie eh und je ein kritischer Umgang mit dieser Gesellschaftsform und ihren Auswüchsen verhindert. So produziert das hiesige Bildungssystem immer weiter neue Mitläufer/innen die höchstens dann und wann einmal in der Lage sind nach neuen, von oben in die Wege geleiteten, einfachen Wegen zu schreien oder ihre Wut und Unzufriedenheit an "Sündenböcken" auszulassen.

Folgende Fragen könnten u.a. Stichpunkte für eine, sich aus dem informativen Teil der Arbeitsgruppe ergebende Diskussion sein.

Kerstin, FAU-Ffm

Kontaktadresse:
FAU, Sandweg 131a, W-6000 Frankfurt/M. 1

dazu: Thesen zur AG  Bildung und Erziehung ohne Herrschaft


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