AG Streiks und direkte Aktionen als Mittel für
soziale und politische Veränderungen
Sind Streiks im weitesten
Sinne Waffen aus der Zeit des Frühkapitalismus und der beginnenden Arbeiter
und Arbeiterinnenbewegung und somit überholt?
Sind Streiks heute im
Zeitalter des voll entfaltenden Kapitalismus, der weltweit Kapital und Produktionsmittel
innerhalb kürzester Zeit verschieben kann, überhaupt noch wirkungsvoll?
Könnten sachliche Gesprächsrunden
nicht schon längst den Druck von der Straße ersetzen?
Dienen Streiks nicht
nur den jeweiligen Verbänden als Nachweis ihrer Existenzberechtigung?
Dienen Streiks nur als
Ventil für eine generelle Unzufriedenheit und somit zur Beruhigung der Lohnabhängigen?
Sind Streiks überhaupt
geeignet um grundsätzliche Veränderungen zu erzielen - oder können sie nur
minimale Verbesserung erreichen, bzw. das Abwehren von Verschlechterungen
bewirken?
Beinhalten die heutigen
Streiks systemüberwindende Tendenzen oder sind sie ausschließlich zu Drohgebärden
und Ritualen verkommen?
Inwieweit können Streiks
überhaupt systemverändente Kräfte entfalten - oder sind sie von ihrer Struktur
her dazu völlig ungeeignete?
Läßt sich mit Streiks
und ähnlichen Kampfformen daskapitalistische Wirtschaftssystem und der Parlamentarismus
aus den Angeln heben?
Sind Streiks ein Weg
um in eine anarchistische Gesellschaft zu gelangen?
Zur Klärung dieser Fragen
ist es notwendig sich den Streikbegriff in seiner ursprünglichen Sinnhaftigkeit
anzusehen. Des weiteren sollten die verschiedenen Streikformen in Bezug auf
ihre Durchführbarkeit und ihre Wirkung hin untersucht werden.
Einige Beispiele für
Streikformen:
Insbesondere bedürfen
die drei letztgenannten Streikformen der näheren Untersuchung. Dies sollte
durch einen kurzen Rückblick auf die praktischen Kämpfe und die Massen- und
Generalstreikdebatte um die Jahrhundertwende geschehen. Danach sollte, ausgehend
vom Koalitionsrecht und vom 1968 in das Grundgesetz aufgenommenen Widerstandsrecht
über die allmähliche Verrechtlichung der Streiks und deren heutiger Ritualisierung,
die Entwicklung der Streiks in Hinsicht auf ihre Kräfteentfaltung, ihre Wirkungsweise
und in Hinsicht auf die Bewußtseinsentwicklung der am Streik mittelbar und
unmittelbar Beteiligten analysiert werden.
Um die heutigen Eingriffsmöglichkeiten
der lohnabhängig Beschäftigten in die Entwicklung der sich global veränderten
Lage der westlichen Industrienationen, bei gleichzeitiger Verschärfung des
Nord-Süd Konfliktes und dem Entstehen nationalistischer Erhebungen im In-
und Ausland zu erforschen, bedarf es einer zumindest kurzen Betrachtung der
Situation der lohnabhängig Beschäftigten innerhalb der BRD.
Stichworte:
Strukturelle Wirtschaftskrise,
Rezession (Wirtschaftsabschwung),
Bei den Eingriffsmöglichkeiten
geht es weniger, aber auch um die Verbesserung der Arbeitssituation einzelner
Gruppen von Lohnabhängigen, sondern mehr um die grundsätzlichen, sprich revolutionären
Möglichkeiten zur Umgestaltung der gesellschaftlichen Verhältnisse.
Ziel der Arbeitsgruppe
sollte es sein, zu untersuchen, inwieweit die Kampfformen der lohnabhängig
Beschäftigten den Weg in eine anarchistischen Gesellschaft bereiten können.
Literaturempfehlungen:
Peter (FAU-Frankfurt)
Kontaktadresse:
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