Halli, hallo liebe FrankfurterInnen!In dem Reader waren
zu wenig antipatriarchale und feministische Beiträge vertreten.
Die Arbeitsgruppen waren
positiv, da nicht soviel Wissen vorausgesetzt wurde. Teilweise war ein gutes
Reden möglich und ein Austausch konnte stattfinden (z.B. über Erfahrungen,
Lebensstile) besonders in den AG's 17, 18). Es wurden viele Informationen
vermittelt (AG 5), aber zu wenig Perspektiven entwickelt. Das Diskussionsverhalten
war sexistisch. In den AG's waren zu viele Leute, so daß die Räume zu klein
waren und ein intensives Reden fast unmöglich war. Außerdem gab es heftige
Diskussionen bei den AG's 12 und 14, ob Männer an der AG teilnehmen durften
oder nicht. Es wäre toll, wenn es ein Referat am Anfang geben würde, daß sich
alle (Frauen und Männer) anhören könnten und sich dann Diskussionsgruppen
(Männer, Frauen, gemischt) bilden würden (nicht dogmatisch).
Im allgemeinen war die
Stimmung aggressiv und auf dem Platz war ein männerdominantes Verhalten zu
spüren. Bei sexistischen Vorfällen haben die Leute nicht reagiert, was ganz
schön ätzend war. Jede/r muß bei sich selbst anfangen (sensibler werden) und
ist für ihr/sein Verhalten verantwortlich! Hinzu kommt der Drogenkonsum, der
eigenverantwortlich ablaufen sollte.
Viele Leute sind nur
nach Frankfurt gekommen, um Party zu machen. Wäre klasse gewesen, wenn mehr
Gewicht auf inhaltliche Diskussionen gelegt worden wäre.
Die Buchmesse war toll!
Das Unigelände war kein
so guter Rahmen für die Libertären Tage, ein anderer wäre besser gewesen.
Außerdem waren die Libertären Tage zu groß und es wäre gut, kleine anarchistische
Kongresse zu einem Thema zu machen. Kontakte zu knüpfen war deshalb auch sehr
schwer. Viele Leute, die schon lange dabei sind, haben wenig berichtet. Es
fehlten auch Ruheräume.
Das Kochkollektiv war
super, obwohl das Essen zu teuer war. Die allgemeine Organisation war klasse
(gerade für die Menschenmasse)! Es wäre schön gewesen, mehr Kultur zu erleben,
z.B. Straßenmusik/-theater, verstecktes Theater, Fußballturnier.
Über den "Sicherheitsdienst"
gibt es eine gespaltene Meinung. Bei externen Sachen ist er gut, z.B. Feuer,
um den Überblick zu haben. Leider war er auf den Libertären Tagen auch für
die internen Sachen notwendig, z. B. bei Übergriffen auf Frauen.
Frage: "Brauchen
wir so einen Sicherheitsdienst?"
Im Grunde nicht, aber
durch mangelnde Diskussionen in der Gruppe über Konsequenzen war er notwendig.
Die Demo war gut organisiert
und die Band war klasse.
Beim Abschlußplenum
waren die Berichte aus den AG's gut, aber der Streß untereinander war sehr
groß (Ost/West, Frauen/Männer), so daß ein Gefühl hochkam, daß es gleich zu
einer "Hauerei" kommen würde. Leider wurde auf den Libertären Tage
wenig gelacht (also noch mehr!).
So, abschließend muß
noch gesagt werden, daß es uns dank Anmeldung sehr gut ging. Merci!
Viele liebe anarchistische
Grüße
und VIVA
Die A-KielerInnen
PS: Es gibt noch weiterhin
viele kleine anarchistische Kongresse.
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