A im KreisLiebe Organisator/inn/en der Libertären Tage 93!

Ich möchte Euch auf diesem Wege nur noch mal mitteilen, wie aufbauen und erfrischend ich dieses Treffen fand (meine ich nicht ironisch).

Endlich konnte mensch mal wieder mit Gleichgesinnten unseren Traum träumen und Ideen für seine/ihre Verwirklichung sammeln. Dazu habt ihr hervorragende Vorbedingungen geschaffen: Arbeitsgruppen, Rahmenprogramm, Buchmesse, Gruppenvorstellung etc. haben sich prima ergänzt.

Auch die Einführungsveranstaltung hat mir schwer gefallen, da sie abwechslungsreich und kein bißchen staubtrocken war. Beim nächsten Mal könnte mensch lediglich vielleicht ein bißchen mehr Öffentlichkeitsarbeit in der jeweiligen veranstaltenden Stadt machen (neben Demo, Aktionen, Performance, Infos in Innenstand und überregionalen Zeitungen und Medien).

Den Trouble mit den Pennern oder Berbern fand ich total überzogen. Es war o.k., daß ihr ihnen in der Uni Schlafverbot erteilt habt, besonders da ihr in der Einführungsveranstaltung die Gründe ausreichend und plausibel publik gemacht habt.

Es war mir zudem äußerst unverständlich, daß zwei von 4000 Menschen für soviel Unruhe am Samstag sorgen konnten. Wenn jemand, wie dort geschehen, eine Frau schlägt, dann hat er meiner Meinung nach rauszufliegen und peng! Wieso wird da noch 3000 Stunden später darüber diskutiert und gezankt?

Diese Aufgabe müssen übrigens die anwesenden Personen übernehmen, und es ist traurig wenn sowas (da es ja Dreckarbeit ist) dem Organisationsteam überlassen wird. Auf jeden 2. T-Shirt ein Spruch wie: "Faschisten schlagen" oder "Vergewaltiger wir kriegen euch" und dann kann ein einzelner Vollidiot Amok laufen: Lächerlich! Ihr braucht euch diesen Schuh jedenfalls nicht anzuziehen.

Daß der Sexismus gegenüber Frauen auf den LT blühte, empfand ich nicht so, obwohl ich diese Beurteilung lieber den Frauen überlasse, da sie, wenn es doch so war, die Leidtragenden waren.

Dennoch denke ich, daß frauenfeindliche Vorfälle, sollten sie außer den bekannten passiert sein, nicht dadurch gelöst werden, indem Frauen die LT verlassen. Gerade wir müssen es schaffen, derartige Probleme gemeinsam zu besprechen und zu beseitigen.

Mir haben die LT jedenfalls eine Menge Power und Einfälle sowie das Gefühl gebracht, nicht alleine gegen die Windmühlen des Staates anzurennen. Ich hoffe, daß ihr Euch von dem Streß der letzten Monate schnell wieder erholt! Liebe schwarz-rote Grüße von

Andi aus Lemgo


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