
Das Dezentral wurde
Mitte Januar 1991 in Frankfurt-Bornheim offiziell eröffnet. Ursprünglich als
Stadtteilladen geplant, treffen sich dort inzwischen anarchistisch Gesinnte
und Wißbegierige aus ganz Frankfurt zu politischen, kulturellen, sozialen
und gewerkschaftlichen Aktivitäten.
Es finden Diskussionsveranstaltungen,
Filmvorführungen, Kunstausstellungen und vieles mehr statt.
Um unabhängig zu bleiben,
erhalten wir keine öffentlichen Gelder, sondern finanzieren uns durch Daueraufträge
und Spenden.
Zur Zeit wird das Dezentral
von folgenden Gruppen getragen:
Anstatt sich voneinander
zu isolieren und damit die politische Handlungsfähigkeit zu schwächen, nutzen
die sehr unterschiedlichen Gruppen die Dezentral-Räume gemeinsam. Dabei legt
jede Gruppe Wert auf ihre Autonomie.
Entscheidungen werden
im Träger- und Trägerinnen-Kreis des Dezentral durch Konsens gefällt. Jede
Gruppe hat ein Vetorecht. Dieser Kreis tritt nicht mit gemeinsamen Stellungnahmen
an die Öffentlichkeit; das können nur die einzelnen Gruppen. Selbstverständlich
sind auch Einzelpersonen beteiligt und willkommen.
Gemeinsam ist allen
einzelnen Menschen und Initiativen die Orientierung an anarchistischen und
libertären Vorstellungen.
Diese sollen auch im
sozialen Umgang miteinander verwirklicht werden, was, wie wir alle wissen,
von Lernprozessen und Experimentieren, Fortschritten und Rückschlägen begleitet
wird.
Petc
Die Antworten waren
zum Teil von erschreckender Unkenntnis gekennzeichnet. Allerdings hatten sich
auch welche als Anarchistinnen zu erkennen gegeben (keine gestellten Interviews!).
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