Was ist eigentlich Anarchie?Das Wort Anarchie leitet
sich vom griechischen "an - archia" ab und meint Herrschaftslosigkeit.
Dementsprechend liegt allen Strömungen des Anarchismus, so unterschiedlich
diese zum Teil auch sein mögen, die Utopie einer Gesellschaft ohne Herrschaft
zu Grunde.
Für Anarchistinnen und
Anarchisten bedeutet Herrschaftslosigkeit jedoch keineswegs Unordnung und
heilloses Durcheinander, sondern eine Möglichkeit, in Freiheit, Gleichberechtigung
und Selbstverantwortung miteinander zu leben.
Anarchie ist für uns
gesellschaftliche Ordnung ohne Herrschaft.
Anarchistinnen und Anarchisten
begreifen den Menschen als ein soziales Wesen, das in der Lage ist, sein Leben
zwar gemeinschaftlich, vor allem aber selbstverantwortlich gegenüber sich
und seiner Umwelt zu organisieren.
Anarchistinnen und Anarchisten lehnen seit jeher jeden Staat und Stellvertreter/innenpolitik in jeglicher Form ab wie z. B. Alleinherrscher oder Herrschaftscliquen, Funktionärstum und Parteien.
Campusleben während der Libertären Tage
Foto: Jürgen Steiner
In einer anarchistischen
Gesellschaft leben die Menschen frei, gleichberechtigt und ohne Herrschaft
zusammen. Das Zusammenleben beruht auf Gleichheit statt Hierarchie, Selbstbestimmung
statt Autorität, gegenseitiger Hilfe statt Konkurrenz, freier Vereinigung
statt Befehlsprinzip.
Wie jede und jeder Herrschaft
empfindet, definiert und bekämpft, ist sehr verschieden. Der Widerstand gegen
Herrschaft und die Wege zu einer anarchistischen Gesellschaft sind gleichberechtigt
und gleich wichtig.
Es gibt keine Haupt-
und Nebenwidersprüche in einer Gesellschaft. Herrschaft sollte in all ihren
Erscheinungsformen bekämpft werden. Das gilt auch für den sog. Privatbereich,
beispielsweise in unseren Beziehungen zwischen Männern und Frauen, in unserem
Umgang mit Kindern, alten Menschen usw.
Daher gilt: die Trennung
zwischen privatem und politischem Bereich sollte aufgehoben werden.
Thomas
Es folgte die Selbstvorstellung
von verschiedenen anarchistischen Richtungen:
Allgemeiner Anarchismus
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