A im KreisRedebeitrag zur Freitagabend-Veranstaltung:

Rassismus als Dominanzkultur (1)

"Die (...) Diskussion um Nationalismus und Rassismus hat ihre Zielgruppe  gefunden:
Es sind die rechtsextremen, männlichen Jugendlichen, um die die wesentlichen Analysen kreisen." (2)

Bis zu einem bestimmten Grad ist das ein Ablenkungsmanöver, weil dadurch nämlich verschwiegen wird, daß wir alle in einer dominanten Gesellschaft leben und von ihr geprägt sind. Und diese Gesellschaft - unsere Gesellschaft - gestaltet sich durch ein expansives Wirtschaftssystem, durch das Herrschaftsverhältnis zwischen Männern und Frauen und durch das Konstrukt von höher- und minderwertigen Rassen bzw. Menschen.

Solange wir - und jetzt meine ich die hier anwesende exklusive Ansammlung von vorwiegend weißen, deutschen, christlich sozialisierten Menschen - solange wir uns nicht unserer strukturellen Teilhabe an unserer  Gesellschaft bewußt werden, werden wir sie unbewußt weiterhin unterstützen, aufrechterhalten und sogar festigen. Darauf weist der Begriff Dominanzkultur hin.


Hörsaal VI, Freitag-Abendveranstaltung
Foto: Jürgen Steiner


Wie sehen jedoch die gängigen sozialwissenschaftlichen Analysen aus? (3)

Anstatt den Begriff Dominanz zu untersuchen, geht es in den gängigen Analysen um Rechtsextremismus  darum, zu erklären, warum die vorwiegend jugendlichen Männer zu Tätern werden müssen. Sie sind die eigentlichen Opfer der Risikogesellschaft - so die neue Begrifflichkeit.

Da wird mit Verunsicherung in Bezug auf Arbeitsplatzbedrohung und Wohnungsnot argumentiert. Die Täter werden dadurch zu Opfern der Gesellschaft und die Taten werden dadurch legitimiert. Tatsächlich scheint es so zu sein, daß sich fast alle - nicht nur die rechtsextremen Jugendlichen - subjektiv bedroht fühlen und Angst haben, daß ihnen, daß uns was weggenommen wird.

Objektiv gesehen leben wir jedoch in einem der reichsten Länder dieser Erde, und angesichts dieser Tatsache sehe ich die Angst vor Verarmung bei dem überwiegenden Teil der Deutschen als reinen Zynismus an.

Des weiteren wird die Verunsicherung durch die Erwartung der großen globalen Katastrophe angeführt. Daß wir in der sogenannten Ersten Welt die Verarmung, die Kriege und die Hungersnöte in den Trikontländern selbst verursacht haben, bleibt außen vor. Dabei ist es nur folgerichtig, daß die Flüchtlinge in die wohlhabenden Länder nicht wollen, sondern müssen, solange sich das internationale Ausbeutungsverhältnis nicht ändert. Trotzdem haben wir eine der geringsten Aufnahmequoten für Flüchtlinge.

Als nächstes wird mit dem Verlust sozialer Bindungen und der Individualisierung der Gesellschaft argumentiert. Die dadurch wiederum entstehende Angst, Verunsicherung und Bedrohung müßte sich Luft machen. Das Wort Bedrohung bekommt hierbei einen völlig verdrehten Sinn. Es sind die weißen Männer, die was zu verlieren haben, nämlich die soziale Sicherheit und Versorgung durch Frauen.

Daß die ansatzweise Auflösung der Familie zumindest für weiße Frauen durchaus befreiende Momente hat, muß verschwiegen werden. Ausgelebt wird dieses verdrehte Empfinden von Bedrohung, in dem MigrantInnen, JüdInnen, Schwarze und Flüchtlinge real bedroht werden.

All diesen Analysen ist gemeinsam, daß es nicht um die tatsächlich Leidtragenden der Gewalt geht, sondern daß versucht wird, die Täter zu verstehen. Damit werden sie entlastet und entschuldigt. Das hatten wir schon einmal in der deutschen Geschichte, daß wir nicht-jüdischen Deutschen viel mehr Verständnis und Einfühlungsvermögen für die TäterInnen haben, die ja nicht anders handeln konnten. Dafür haben wir viel mehr Verständnis, als daß wir uns in die Lage der Überlebenden der Konzentrationslager einfühlen wollen, geschweige denn, was das für die nachgeborene jüdische Generation bedeutet.

Sind die RassistInnen immer die Anderen?

Außen vor bleibt doch, daß auch wir - die wir uns nicht zu den Rechtsextremen zählen - daß auch wir uns damit selbst entlasten. Wir haben mit den Übergriffen nichts zu tun. Die Deutschen, die RassistInnen, das sind immer die Anderen. Wir verschweigen damit, daß wir sehr wohl von den rassistischen Ausschreitungen und Gesellschaftsstrukturen profitieren.

Die Rechtsextremen verweisen durch ihre Angriffe die MigrantInnen, JüdInnen, Schwarze und Flüchtlinge in ihre Grenzen. Damit wird ohne unser direktes Eingreifen auch unsere Stellung und unser Wohlstand abgesichert.

Das ist ähnlich wie bei Vergewaltigungen, wo sich auch fast alle Männer damit rausreden, daß sie selbst ja gar nicht vergewaltigen. Damit verschweigen sie, daß Vergewaltigungen und vor allem die Angst davor eine wichtige Funktion bei der Sicherung des Herrschaftsverhältnisses über Frauen haben. Denn Frauen bleiben durch die Einschüchterung und Bedrohung tendenziell an ihrem vorgeschriebenen Platz. Die patriarchale Ordnung bleibt aufrechterhalten. Alle Männer profitieren von den Folgen der Vergewaltigungen, egal ob sie es selbst tun oder nicht.

Genau um dieses Profitieren geht es auch im Fall von Rassismus und Rechtsextremismus.

Was heißt denn eigentlich Dominanzgesellschaft ?

Dominanzgesellschaft heißt, daß es ein ausgefeiltes System von Hierarchien, Herrschaft und Unterwerfung gibt. Dabei vermischen und ergänzen sich rassistische, sexistische und kapitalistische Herrschaftsformen. Die in den verschiedenen Verflechtungen jeweils dominante Gruppe hat die Macht - vor allem die strukturelle, aber auch psychische und soziale Macht - die Einteilung in oben und unten auch durchzusetzen.

Dabei unterscheidet sich zwar die Machtstellung von weißen Männern und weißen Frauen erheblich, was für die Unterworfenen jedoch keinen großen Unterschied macht. Im Allgemeinen wird in unserer weißen, deutschen Gesellschaft alles Fremdartige und Andere als Provokation und Herauforderung empfunden. Um der Infragestellung unserer eigenen Identität und Dominanz aus dem Weg zu gehen, haben wir gelernt, alles Fremde zu unterwerfen und zu hierarchisieren. Hierarchisierung ist ein Konfliktlösungsmuster, "um die Spannung zwischen Selbst und Fremdem zu lösen." (4)

Dabei geht es zum einen um die Verteidigung von Privilegien und zum anderen darum, die Hinterfragung der eigenen Identität abzuwehren.

Geht es denn bei Rechtsextremismus um Verteidigung von Privilegien?

Unser Wohlstand und unsere Privilegien sollen erhalten und abgesichert werden. Und dabei will ich jetzt mal die Bürgerlichen, die Rechten und die KapitalistInnen beiseite lassen und statt dessen den Blick auf uns Linke im weiteren Sinn wenden.

Auch wir haben weitgehend Zugang zu materieller Absicherung wie z. B. Arbeitsplätze, ABM-Stellen, Arbeitslosengeld oder -hilfe. Darauf erheben wir ganz selbstverständlich und quasi naturgegeben Anspruch.

Am Beispiel Quotierung läßt sich zeigen, was es heißen könnte, Privilegien abzugeben. Nicht daß ich unbedingt eine Vertreterin von Quotierung wäre, es gibt viele Argumente dagegen und ich möchte mich jetzt aber nicht an der Frage aufhalten, ob Quotierung revolutionär oder reformistisch ist.

Viel interessanter ist doch die Tatsache, daß bei Geschlechterquotierung die Männer tatsächlich was abgeben müßten, nämlich die Hälfte. Und damit tun sie sich erfahrungsgemäß schwer. Dabei ist Quotierung doch nichts anderes als eine Form von Umverteilung. Noch weit schwieriger ist es mit der Forderung nach Quotierung für MigrantInnen und Schwarze.

In gemischten Projekten und Betrieben ist das kaum Thema. Und auch wir weißen, deutschen Frauen tun uns damit schwer. Jetzt haben wir uns in der Männergesellschaft endlich Platz und Raum erstritten und jetzt sollen wir ihn schon wieder abgeben?!?

Ein anderes Beispiel. Im Zusammenspiel von Wohnungsnot und unseren - mit den Jahren natürlich steigenden - Ansprüchen nach mehr Raum sehen wir uns als eindeutig unterprivilegiert. Und wer würde schon die endlich gefundene Wohnung an Schwarze, MigrantInnen oder Flüchtlinge abgeben? Bei ihnen scheitert die Wohnungssuche jedoch meistens schon aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Hautfarbe.

Ganz anders verhalten wir uns bei dem Privileg Wahlrecht. Als gute AnarchistInnen legen wir darauf natürlich keinen Wert (geschweige denn, daß wir es als Privileg ansehen würden). Wir wären gerne bereit, unser Wahlrecht an Nicht-Deutsche abzugeben. Das gab`s schon mal als Aktionsvorschlag. Und sind dann verletzt und enttäuscht über deren Reaktion, wenn sie es gar nicht wollen, jedenfalls nicht vor dem Hintergrund, daß sie was von uns bekommen, was wir selbst eh nicht wollen.

Auch das Privileg Deutscher Paß ist uns nicht als solches bewußt. Selbst wenn wir ihn in einer politischen Aktion öffentlich vernichtet haben, haben wir jederzeit die Wahl, die Freiheit und den Anspruch darauf, uns einen neuen zu holen. Und wer möchte schon gerne auf einen kurzen Trip zum Abschalten in die allseits bekannten Länder verzichten? Auch ein materieller Luxus, den wir uns nur aufgrund unserer Vorherrschaft in der internationalen Arbeitsteilung leisten können.

Das ist u.a. unsere Teilhabe an den Privilegien unseres Systems, auf die wir eigentlich nicht verzichten wollen, obwohl wir das System - nach dem Motto: Nie wieder Deutschland - meinen zu bekämpfen .

Und nun nochmal zu dem Begriff Dominanz:

Dient Dominanz vielleicht als Abwehr, um die eigene Identität nicht hinterfragen zu müssen?

Wir weißen, linken Deutschen wollen ja mit unserem Staat nichts zu tun haben. Wir wollen uns nicht damit identifizieren. Wir identifizieren uns lieber - je nach politischer Ausrichtung - mit unserem unterdrückten Status, sei es in Bezug auf Klasse oder Geschlecht.

Auf keinen Fall will ich die innerhalb unserer weißen, kapitalistischen und patriarchalen Gesellschaft bestehenden Gewaltverhältnisse verschweigen. Ganz im Gegenteil, Männergewalt, sexuelle Gewalt an Kindern, Kindesmißhandlung, Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Gehandicapten und Alten muß zum Teil überhaupt erst noch Thema werden, anstatt nur die ökonomische und staatliche Gewaltausübung zu betrachten.

Aber die Analyse der Hierarchien innerhalb der weißen Gesellschaft darf nicht ständig ausklammern, daß wir in eine dominante Gesellschaft in Bezug auf Nicht-Weiße und Nicht-Deutsche hineingeboren und hineinsozialisiert worden sind. Die Deutschen sind nicht nur die Anderen, sondern auch wir haben eine deutsche Identität, auch wenn uns das nicht gefällt.

Wir weißen Deutschen haben gelernt, daß wir die Guten und die Besseren sind, die weiter Entwickelten, die, die bestimmte Ansprüche qua Geburt haben, den Anspruch auf einen bestimmten Lebensstandard, auf Bildung, Reisen, Freizeit, materielle und soziale Absicherungen. (5)

Diese Ansprüche sind total mit unserem Selbstbild verknüpft. Wir halten diese Ansprüche als uns angemessen, uns selbstverständlich zustehend. Dem gegenüber steht das Fremdbild und das Wissen, daß unsere Ansprüche den Anderen durchaus nicht zustehen. Indem wir nun dem "Fremden" begegnen, laufen wir Gefahr, daß wir unser Selbstbild mit all seinen Selbstverständlichkeiten hinterfragen müssen.

Es entsteht die Angst, uns überhaupt einmal fragen zu müssen, was denn unsere Identität als Weiße ausmacht. Der eigene Selbstwert könnte ins Wanken kommen.

Wir beziehen unsere dominante und angeblich höherwertige Identität aus der Abwertung und Abwehr der Anderen, der Fremden. (...) Abgespalten wird alles, was nicht ins Selbstbild paßt, sowohl auf der individuellen als auch auf der politischen Ebene.

Unsere deutsche Vergangenheit des Nationalsozialismus haben wir abgespalten. Wir haben damit nichts zu tun. Gnade der späten Geburt. Palästina-Solidarität ist angesagt. Ich finde diese Solidarität auch wichtig, aber nur, wenn wir unsere spezielle deutsche Vergangenheit miteinbeziehen.

Doch was haben wir heute noch damit zu tun? Und daß wir fast alle keine JüdInnen kennen ist wohl Zufall? Oder? Auch in Bezug auf unsere koloniale Geschichte haben wir Erinnerungslücken und verhalten uns nach dem bekannten Muster, alles Schmerzhafte zu verdrängen oder zu vergessen.

Deshalb ist unsere heutige Zusammenkunft auch weiß und deutsch. Wo sind die Anderen, die Schwarzen, die MigrantInnen, die Flüchtlinge, die Afro-Deutschen, die JüdInnen? Sie könnten ja kommen, wenn sie wollten sagen wir. Ich denke aber, daß wir sie ausgrenzen. Wir machen sie unsichtbar, solange wir uns nicht unsere Geschichte und Identität bewußt machen. Die Aufarbeitung der Vergangenheit und eigenen Identität könnte für uns weiße Deutsche den Weg zu den Anderen öffnen.

Aufarbeitung bedeutet erinnern und durcharbeiten. Erinnern heißt, das Vergangene gegenwärtig zu machen und sich das Gegenwärtige bewußt anzusehen. Dies wiederum bedeutet, die Gefühle nachzuerleben und "dem Entsetzen standzuhalten." (7) Durcharbeiten heißt, uns selbst in den TäterInnen und Verantwortlichen zu erkennen und daraus Konsequenzen zu ziehen.

Wie können wir als weiße Deutsche in der Dominanzgesellschaft Verantwortung übernehmen? (8)

Wir müssen uns darüber klar werden, welche Machtstrukturen wir verinnerlicht haben und wo wir Macht zu unserem eigenen Vorteil ausüben. Ich halte es für unabdingbar, daß weiße Männer und weiße Frauen in getrenntgeschlechtlichen Gruppen daran arbeiten. Denn die jeweilige Verflechtung in Dominanz und Unterwerfung ist eine verschiedene.

Innerhalb der weißen Frauenbewegung ist diese Auseinandersetzung in den letzten Jahren zumindest in Gang gekommen, wenn auch verspätet. Schwarze Frauen forderten dies schon seit Jahren. Von Diskussionszusammenhängen weißer Männer über ihr sexistisches und rassistisches Dominanzverhalten ist bisher wenig bekannt geworden.

Desweiteren wäre angesagt, die Macht und die Privilegien, die wir aufgrund unserer Hautfarbe und sozialen und politischen Position haben, tatsächlich für antirassistische und antisexistische Parteinahme zu nutzen, anstatt zur Sicherung unserer eigenen Herrschaftsposition. Privilegien nutzen heißt hinsehen statt weggucken, öffentlich machen statt verschweigen, eingreifen statt weggehen, abgeben statt beanspruchen und sich abends im Spiegel ansehen zu können, ohne daß einer oder einem übel wird. (9)

Eine weitere Forderung ist, unsere Politik so auszurichten, daß sie nicht an den Interessen von Schwarzen, MigrantInnen, JüdInnen und Flüchtlingen vorbeigeht. Das möchte ich an einigen Beispielen verdeutlichen. Eine beliebte anarchistische Kampagne, wie z. B. der Wahlboykott geht an der Lebensrealität der in Deutschland lebenden Nicht-Deutschen schlichtweg vorbei. Denn sie haben das Wahlrecht ja nicht mal, das heißt, sie haben auch nicht die Wahl, zu entscheiden, ob sie es für angebracht halten, wählen zu gehen oder nicht. Und natürlich gibt es für sie keine Veranlassung an einer Wahlboykottaktion mitzumachen.

In diesem Sinne ist diese Aktion auch ausgrenzend. Es geht nicht darum, nicht mehr zum Wahlboykott aufzurufen, sondern darum, unsere politischen Ziele in einen Zusammenhang mit den Interessen von den Menschen zu stellen, die von bestimmten Privilegien ausgeschlossen sind. Es geht um die Verbindung, Kommunikation und Auseinandersetzung verschiedener Interessen.

Ein anderes Beispiel sind die Aktionen gegen die Einführung des neuen Personalausweises, z. B. die Paßvernichtungen. Klar, daß Widerstand gegen jede neue Form von besserer Überwachung durch den Staat notwendig ist, aber eben nicht, ohne mit einzubeziehen, daß viele Nicht-Deutsche gerne in Besitz eines deutschen Passes wären, weil damit zum Beispiel ihr Überleben  gesichert wäre.

Diese Lebensrealität anderer Menschen auszublenden, ist Dominanzverhalten.

Auch Aktionen, bei denen wir mit Gesetzgebung in Konflikt kommen und dies sehr bewußt mit einkalkulieren, sind für viele Nicht-Deutsche undenkbar. Flüchtlinge würden damit ihre sofortige Abschiebung in Folter oder Tod riskieren. Wir als weiße Deutsche können uns jedoch solche Aktionen leisten und wenn wir sie dann noch mit einem revolutionären Pathos unterlegen, wird es besonders schräg.

Unser bisheriges Politikverständnis und unsere bisherige Aktionspraxis ist zu einem großen Teil Ausdruck weißer, deutscher Dominanz. Ausgehend von unserer eigenen, kleinen, weißen, aber dominanten Realität grenzen wir die Mehrheit der Weltbevölkerung aus. Dies zu verändern, wäre ein tatsächlicher Schritt in Richtung einer antirassistischen, antisexistischen und herrschaftsfreien politischen und sozialen Bewegung.

Sabine Zöller

Anmerkungen:

(1) Den Begriff "Dominanzkultur" verwende ich nach Birgit Rommelspacher, die darüber mehrere Arbeiten publiziert hat.

Diesem Redebeitrag liegen hauptsächlich die folgenden zwei Aufsätze zugrunde:

1. Rechtsextremismus und Dominanzkultur, in: Foitzik, Leiprecht, Marvakis, Seid (Hrsg.), "Ein Herrenvolk von Untertanen", Rassismus - Nationalismus - Sexismus, Diss-Studien, 1992, S. 81-94

2. Nationale Identität und Größenwahn, in: Deutschlands Einheit und Europas Zukunft, Redaktion Bruno Schoch, Frankfurt 1992, S. 97-119.

Von Birgit Rommelspacher liegen auch Aufsätze vor, die auf die spezielle Stellung von weißen, deutschen, christlich sozialisierten Frauen innerhalb der Dominanzkultur eingehen. Da dieser Redebeitrag für ein gemischtes Publikum gedacht war, bin ich darauf nicht im Besonderen eingegangen.

(2) Rommelspacher, Rechtsextremismus und Dominanzkultur, a. a. O., S. 81

(3) zusammengefaßt nach Rommelspacher, Rechtsextremismus und Dominanzkultur, a. a. O., S. 81-86

(4) Rommelspacher, Rechtsextr. u. Dominanzk., S. 87

(5) Diese und die folgenden Thesen sind zusammengefaßt nach Rommelspacher, Nationale Identität und Größenwahn, a. a. O.

(7) zitiert nach: siehe oben, S. 116

(8) übertragen und verändert nach: Dagmar Schultz, Kein Ort für uns allein - Weiße Frauen auf dem Weg zu Bündnissen, in: Entfernte

Verbindungen, Rassismus - Antisemitismus - Klassenunterdrückung, (Hrsginnen):

Ika Hügel, Chris Lange, May Ayim, Ilona Bubeck, Gülsen Aktas, Dagmar Schultz, Orlanda Frauenverlag, Berlin 1993

(9) Dagmar Schultz, a. a. O., S. 175.



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