A im Kreis"Freiheit geht nur aus Anarchie hervor"

Freitagabend-Veranstaltung im Hörsaal VI

Guten Abend, wir freuen uns, Euch hier im Rahmen der LT‘ 93 zu der Veranstaltung "Freiheit geht nur aus Anarchie hervor" - Libertäre Einsprüche wider den herrschen Nationalismus und Rassismus begrüßen zu können.

Angesichts des grassierenden Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus soll es mit dieser Informationsdiskussion darum gehen, diese bedrohliche Entwicklung aus antistaatlicher und libertärer Perspektive zu betrachten und, gewissermaßen als Zielvorgabe, zu überlegen, welche Strategien dagegen gesetzt werden können bzw. wie eine antirassistische, antinationalistische, antiantisemitische Bewegung unter antipatriarchalem Vorzeichen entwickelt werden kann.

Das unserer heutigen Abendveranstaltung vorangestellte Motto “Freiheit geht nur aus Anarchie hervor“ stammt von Ludwig Börne (1786-1837). Börne, drei Jahre vor der Französischen Revolution von 1789 hier in der Mainmetropole geboren, mußte als systemkritischer Literat aus Deutschland emigrieren. Er ging nach Paris, wo er 1837 starb.

Börne ist vermutlich der erste, der sich in Deutschland auch in einem politischen Sinne offen für die Anarchie aussprach: so in seiner Kritik eines 1825 in Paris erschienenen Buches, den “nouvelles lettres provinciales“. Damals schrieb er:

"Nicht darauf kommt es an, daß die Macht in dieser oder jener Hand sich befinde:
die Macht selbst muß vermindert werden, in welcher Hand sie sich auch befinde. Aber noch kein Herrscher hat sich die Macht, die er besaß, und wenn er sie auch noch so edel gebrauchte, freiwillig schwächen lassen.
Die Herrschaft kann nur beschränkt werden, wenn sie herrenlos - Freiheit geht nur aus Anarchie hervor.“


zum Redebeitrag Rassismus als Dominanzkultur

zum Redebeitrag "Antisemitismus (und die Linke)"



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