Vom 20. bis 22. April 2001 finden in Düsseldorf die Libertären Tage und eine Demonstration für die Anarchie statt.

Unsere letzten Aktionsformen waren allgemein durch den notwendigen Protest gegen bestehende Herrschaftsverhaeltnisse bzw. den Faschismus gepraegt. Sehnsuechtig warten wir auf das naechste anstehende Großereignis, wie z. B. einen Castortransport, um dem Staat wieder ein wenig erfolgreicher in die Suppe spucken zu koennen.

Unserer Meinung nach ist die bloße Reaktion auf den gesellschaftlichen Status Quo zu wenig. Auf der einen Seite mangelt es an substantieller Auseinandersetzung mit eigenen Inhalten, auf der anderen werden die Staerken der eigenen gesellschaftlichen Vorstellungen den Menschen außerhalb der Szene zuwenig vermittelt.

Der Kapitalismus proklamiert das "Ende der Geschichte", Parlamentarismus und Stellvertreterpolitik wird den Menschen als einzige funktionierende Form der gesellschaftlichen Organisation verkauft. Der Faschismus bietet einfache Loesungsansaetze und marginalisierte Gruppen als Suendenboecke fuer die Unzufriedenheit eines Teils der Bevoelkerung.

Wir AnarchistInnen befuerworten hingegen die Selbstbestimmung der Individuen in einer solidarischen Gesellschaft und werden daher von allen machtorientierten und hierarchischen Strukturen wie Staat, Kirche und Kapital diffamiert. Unser vorrangiges Ziel sollte es sein, neben der Reaktion auf nicht Tolerierbares, vor allem die Vorzuege einer anarchistischen Gesellschaft aufzuzeigen.

Die Libertaeren Tage bieten auf der Grundlage dieser Idee die Moeglichkeit, unsere Utopien nach außen zu tragen, zur Vernetzung bestehender und entstehender Projekte, Raum fuer Diskussion und eine Menge "Spaß". Wir zaehlen auf Eure rege Beteiligung und kreative Unterstuetzung. (Info- und Aktionsstaende, Ideen fuer die Auftaktkundgebung, Plakate, Plattenstaende, Flugblaetter usw.)

Falls Ihr Euch einbringen wollt, ruft uns einfach an (Tel. 0173 / 1761737).

Programm der libertären Tage: (vorlaeufig)

Freitag, 20. April:
19 Uhr Film: "Eat the Rich" im Metropol-Kino, Brunnenstr. 20, Düsseldorf-Bilk
ab 21 Uhr, Live-Musik (Griechisch) im SP- Saal der Uni Duesseldorf (neben der Mensa auf dem Unicampus), danach Partie

Samstag, 21. April:
13 Uhr Aktionsprogramm auf dem Burgplatz (Altstadt) mit Lesung (Black Box, Fraktal), Live-Musik (Baxi, Petrograd)
15 Uhr bunte und laute Demonstration für die Anarchie mit: Schone Deine Erben (Scherben Cover Band)
18 Uhr Lesung (Verlag Edition AV 1988)
und
Live-Musik (Reggae mit den Inhalators) in der Kulturkneipe ‚3K', Heeresbachstr. 21, Duesseldorf-Bilk
ab 21 Uhr Punk und HC-Konzert im ‚AK 47' Kiefernstr. Duesseldorf-Flingern mit mit Daddy Longleg (Münster), Free Yourself (D‘dorf), Kobayashi (Bremen), Sawn Off (England)

Sonntag, 22. April:
Vernetzungstreffen, politische Debatten, Theoretisches und Diskussionen in der FH Düsseldorf (Uni-Campus, Geb.23.31 [Sozialwissenschaften])

10.30 Uhr: Vollplenum

12 Uhr: Vorträge
- Anarchistischer Internationalismus ( Graswurzelrevolution )
- Anarcho-Syndikalismus (Freie ArbeiterInnen Union/Internationale ArbeiterInnen Assoziation)
- EZLN - Karavane nach Mexiko-Stadt - Dia-Vortrag (Ya-Basta )
- Anti-A33 Aktion - Dia-Vortrag (Hüttendorf gegen die A33)

14 Uhr: Arbeitsgruppen
- Ökoanarchismus (Ö-Punkte)
- Sexismus in politischen Gruppen
- Anarchistische Kultur (Musik, Kabarett usw.) (Steffi, Freie ArbeiterInnen Union)
- Formen und Utopien des Anarchismus (IMUN)
- Selbstorganisation von Flüchtlingen und ImmigrantInnen (The Voice)
- Herrschaftsformen auch jenseits des Kapitalismus (Inhak)

Für das Wochenende gibt es eine Pennplatzboerse. Meldet Euch rechtzeitig unter 0173 / 1761737, falls Ihr Schlafplätze benoetigt. (Diese Telefonnummer gilt auch für allgemeine Fragen oder Anregungen zu den Libertären Tagen)


Resolution:

Wir, die 400 TeilnehmerInnen der "Demonstration für die Anarchie" und der "Libertären Tage" in Düsseldorf (Deutschland) grüßen euch.

Wir grüßen euch, die zehntausenden von Menschen, die überall auf dem amerikanischen Kontinent an diesem Wochenende ihre Wut über das tagtägliche kapitalistische Elend und über die FTAA-Tagung der politischen Sachwalter dieses Systems in Quebec auf die Straße tragen.

Sie werden versuchen, eure Aktionen zu verschweigen, euch an den Aktionen zu hindern, euch zu verprügeln und einzusperren. Aber sie werden nicht durchkommen. Es gibt keinen Platz auf dieser Welt mehr, wo sich die selbsternannten Herren dieser Welt treffen und ungestört ihr schmutziges Geschäft betreiben können. "Der Kapitalismus ist nicht reformierbar" haben wir auf dem Leittransparent in Quebec gelesen.

Wir tragen heute ein Transparent mit dem gleichen Slogan auf unserer "Demonstration für die Anarchie" mit uns. Der Kapitalismus ist nicht reformierbar, nicht hier, nicht auf dem amerikanischen Kontinent, noch an irgendeinem anderen Platz der Welt. Kapitalismus wird überall auf dem Globus gleich buchstabiert: Elend, Ausbeutung, Herrschaft und Zerstörung. Eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung, ein gutes und würdiges Leben für alle, kann es nur jenseits des Kapitalismus geben. In diesem Sinne rufen wir euch hier und heute zu: Für ein Leben in Freiheit und Wohlstand für alle, für die Anarchie, für den libertären Kommunismus!
Smash the FTAA!

Düsseldorf, 21. April 2001


Ein Teilnehmerbericht

Die libertaeren Tage fand ich zu groessten Teilen ziemlich enttaeuschend, sehr abhaengerich und ziemlich deutlich einer Labelpolitik anhaengend (vor allem FAU). Allein in einigen Arbeitskreisen am Sonntag waren wohl die Debatten einigermassen qualitaetsvoll. Ansonsten dumpfe Latschdemo mit Slogans auf bemerkenswert niedrigem Niveau, offenbar mit dem Ziel, Buergers in allen Vorurteilen zu bestaetigen; Riesenplena ohne Drive; Arroganz so einiger "Altkader" gegenueber neuen Leuten. Ich persoenlich bin zudem hochgradig genervt gewesen, weil ich mehrfach indirekt ueble Anmachen einstecken musste (einschliesslich der wohl einzigen direkten Aktion auf den Tagen - gegen meinen Buechertisch), weil ich Flugblaetter der Antikapitalismustagung (Rosa-Luxemburg-Tage) ausgelegt hatte. Krasse Sprueche bis hin zu der sozialrassistischen Bemerkung "Bei Linksruck sind wohl alle geklont" usw.
Mich hat diese staendige, extrem aggressive Art der Anmache ziemlich gestresst - zumal von Leuten, die sehr stark uniformiert rumliefen, vielfach Anstecker mit Organisationsnamen und ohne Inhalt hatten sowie uniformierte Fahnen schwangen (an wen mich das wohl erinnerte). Als letztes war ich ueber politische Positionen erstaunt, z. B. dass in politischen Debatten die Idee "Freier Menschen in Freien Vereinbarungen" bzw. wahlweise freie Kooperativen/freie Gesellschaft auf erhebliche Bedenken stiessen und doch immer wieder durchschimmerte, dass mensch nicht auf Menschen und kooperative Beziehungen vertraut, sondern irgendwie von Regulativen, Kontrollen usw. traeumt, die halt irgendwie besser sein muessen als die jetzige Demokratie. Auch DAS ist deckungsgleich mit marxistischen Positionen - und schon weit weg von dem, was ich fuer sinnvoll halte.
Ebenso ueberraschte mit der ziemlich deutlich ausgepraegte ArbeiterInnenmythos, der auch z. B. in FAU-Kreisen gut verbreitet ist (und wieder erinnerte mich das an, na wer das nach noch ...). Wenn "AnarchistInnen" tatsaechlich solche Positionen haben, muss ich klar ueberlegen, ob ich nicht deutlicher die Unterschiede einer freien Gesellschaft auch zu sog. anarchistischen Entwuerfen benennen muss.

Gruss ... Joerg

(Schade, dass Joerg das alles nicht in dieser Schaerfe auf dem Abschlussplenum artikuliert hat. Das waere sicher eine interessante Diskussion geworden. Immerhin hat er einen laengeren Redebeitrag - er ist ja nicht aufs Maul gefallen - auf diesem Plenum gehalten, ... auf dem ich auch anwesend war.)

R@lf, LPA


Ersteller: espi-twelve@uni.de

Voll ins Schwarze getroffen - eine Reflexion zu den libertären Tagen & der Versuch, Perspektiven anzudeuten

 --- INTRO ---

Nun, für mich waren es die ersten libertären Tage, auf die ich mich echtgefreut habe. Gekommen war ich, um Menschen kennen zu lernen, mich mit anderen auszutauschen und politisch auseinander zu setzen. Doch für mich war es eine traurige, frustige u. runter ziehende Erfahrung, die in mir viele Fragezeichen (und Trümmer von schönen Illusionen...) hinterlassen hat.

Deshalb diese (selbst-)kritische Reflexion, gedacht als kleiner Teil einer Aufarbeitung. Um damit klar zu kommen & anderen was zu vermitteln.

Schoen hoert's sich nicht an - doch Solidarität bedeutet auch schonungslose Kritik, ohne leeres "ja-aber-wir-sind-doch-alle". Deshalb habe ich auch Joergs Bericht mit reingenommen, weil sich dass in Teilen mit meinen Eindrücken deckt & von ihm die Widersprüche sehr gut zugespitzt werden.

Weil ich ohnehin zu schreibwütig bin, habe ich (nicht unbedingt chronologisch...) mir einige Situation heraus gegriffen, die für sich sprechen & auf den Punkt bringen, was alles scheiße gelaufen ist. Nun, ich hoffe, dies ist im Sinne einer intensiven Nachbereitung, die ich für wichtig erachte & die, wenn mehr Leute sie tragen, wenigstens zeigen würde, dass es ein gemeinsames Interesse gibt, zu lernen.

  espi

Ach so, dass hier ist ein persönlicher Eindruck und spiegelt nicht die Meinungen anderer aus der Gruppe oder gar "der" Gruppe wieder (was ja nix Schlimmes ist). Da ich mir offene Auseinandersetzung wünsche, wäre es auch blöd gewesen, sich hinter Gruppennamen zu verstecken.

  ***************** INHALTSLEERE ***************

a) Jörg berichtet *

b) meiner einer berichtet

1. Die Tage im Rückspiegel...

2. wie weiter?

3. Termine

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a) Bericht von Jörg

[Dieser Bericht wurde schon als Originalmail über LPA versandt und daher hier herausgekürzt. R@lf LPA]

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b) Bericht von mir

1. Die libertären Tage im Rückspiegel...

Da Freitag für mich langweilig war, fang ich einfach Samstag an:

Morgens wurde nach (Orts-)Gruppen sortiert gefrühstückt, es gab kaum bis keine Gruppen übergreifenden Gespräche - kein Unterschied zu den "Stinknormalos", von denen mensch sich verbalradikal so gerne abgrenzt. Erst am Sonntag kam es durch die AG-Phase zu Austausch, Kommunikation zwischen Menschen. Mir ist das ziemlich stark aufgefallen, da ich als Einziger (aus unserer Gruppe) angereist war und ein ziemlich starkes Bedürfnis hatte, hier Menschen kennen zu lernen, was ich auch getan habe - nur ist kaum eineR auf mich zugekommen. Ausnahme waren die Menschen vom AV '88 und blackbox, die bei bzw. zwischen der abendlichen Lesung am Samstag sehr offen und herzlich auf mich zugegangen sind, so als stünde nix zwischen uns.

Das mit dem Frühstück ist nicht nur symbolisch, es zeigt, dass die angebliche Offenheit gegenüber neuen, anderen Leuten eben nicht da ist, (sondern höchstens das Wunschselbstbild im Kopf), dass nicht auf andere zugegangen wird, sondern mensch sich lieber im Sicheren der eigenen Gruppe wähnt.

Woran liegt das? Mir scheint, dass viele der anwesenden Menschen und Gruppen die ansozialisierten (und in dieser Gesellschaft erste einmal verständlichen) Ängste vor Anderen, vorm Sich-Öffnen und Zugehen nicht überwunden haben. Das ist ja nix Schlimmes - schlimm wird es erst dadurch, dass nach außen wie innen vorgegeben wird, ja so gaAaAAnz anders zu sein. Und über die realen Ängste wird ja nicht einmal andeutungsweise geredet, weil die nicht ins Wunschbild passen und weil eh nur betretenes Schweigen folgt, wenn mensch so was "Persönliches" von sich gibt.

Nun, die Demo war alles andere als ein Zugehen auf neue Leute - wie bereits auf dem Abschlussplenum von mehreren kritisiert wurde: weder wurden Flyer verteilt, noch Gespräche mit den BürgerInnen gesucht, die von den Punx u. Anarch@s wenig beeindruckt waren. Ansonsten viele schwarz-rote Fahnen, viele Parolen, viele verbalradikale Angriffe auf wenige grüne Wesen, viel Selbstverblendung. Angesichts der fehlenden inhaltlichen Verankerung, die durch Szeneoutfit und schwarze Sterne nur dünn übertüncht wird, ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Leute nach ein paar Jahren einfach wieder aus Zusammenhängen verschwinden u. ein "ganz normales" Leben führen. Für mich kam es so rüber, dass es ausschließlich darum ging, sich selber vorzumachen, "wir" seien eine starke Bewegung. So war die Demo ein Spiegel der libertären Selbstbezogenheit, die sich auch in den anarchistischen Medien wieder findet und über die später in der AG "Perspektiven des Anarchismus" auch geredet wurde. Ich konnte mich jedenfalls nicht als Teil dieser "Bewegung" fühlen, und das nicht nur auf der Demo.

Unübersehbar bei den Tagen war die klare Trennung von OrganisatorInnen und MitmacherInnen: was nicht als Programmpunkt "fest" stand, das gab's auch nicht. Eigeninitiative? Fehlanzeige. Ich kann nur noch einmal betonen, dass das Problem ganz sicher nicht bei den OrganisatorInnen lag. Der Vorwurf, dass es nicht gut genug "durchorganisiert" gewesen wäre, würde alles wiederlegen, wofür ich eintrete. Die Lücken, wo Leben wachsen könnte, sollen durch Planung zugepflastert werden? Nicht meine Utopie. Die Freiräume, die es auf den Tagen gab, wären ja eine Möglichkeit gewesen, eigene, spontane Ideen umzusetzen.

Warum diese Ebene von Selbstorganisation nicht geklappt hat, ist kein Geheimnis: Konsumhaltung bei vielen, sich Events reinziehen, ohne sich als aktiven Teil zu sehen. Es führt immer wieder dazu, dass sich wenige Organisatoren ein paar Monate selbst ausbeuten, damit überhaupt was geht. Vielleicht muss in Zukunft noch deutlicher gesagt werden, dass es keine Tage gibt, wenn es keine Beteiligung gibt. Obwohl allein das beweist, wie weit weg die Utopie eines selbstorganisierten Lebens von "uns" ist. Sauer bin ich auf mich, weil ich nicht vor den Tagen was gesagt & selber eingebracht habe, da ich so was befürchtet habe und es nix Neues ist, dass Latschdemos ausgelatscht sind und es viel kreativer zugehen hätte können, z. B. mit vielen kleinen InnenStadtAktionen oder whatever. Nur hätte das kollektive Vorbereitung, aktives Einbringen vieler erfordert. Gelernt habe ich daraus, dass ich mich in Zukunft vorher einschalten u. einbringen werde, wenn mir was nicht passt.

Was ich insgesamt auf den Tagen erlebt habe, war leider viel Entfremdung, politische wie persönliche Beziehungslosigkeit zwischen Leuten, der ganze Mist, der mich immA wieder fertig macht u. der so kennzeichnend für diese Gesellschaft ist. Und so kam es mir auch "utopisch" vor, das sich Menschen hier auf den Tagen spontan umarmen oder gar knutschen würden, obwohl ich sowas superschön fände. Doch die Verhältnisse sind nicht so - auch in libertären Kreisen.

2. und wie weiter?

Hier ein paar Eckfeiler der Kritik (für Ergänzungen bin ich dankbar) & vorsichtige Hinweise, wie es besser werden könnte:

- Selbstorganisation:

Veranstaltungen sollen nix "Fertiges" sein, dass ein paar Checker klar machen, d. h. Konsumhaltung durchbrechen u. offen legen, wie Veranstaltungen vorbereitet werden. Und dass setzt Prozesse in jeder Gruppe vor Ort voraus. Wie kann selbstorganisiertes Leben aussehen?

- Inhalte:

Wichtig ist, wieder inhaltliche Auseinandersetzung voranzutreiben, um zu verhindern, dass schwarze Fahnen den fehlenden Inhalt ersetzen u. Leute nach kurzer Zeit wieder "abwandern", weil das Revoluzzen an & um sich nur oberflächlich blieb.

- Aktionen:

Mit einfallsreichen Aktionen aus der Reihe tanzen statt geordnetem Latschen, d. h. Auseinandersetzung über und WeiterEntwicklung von Direkten Aktionen (z. B. über bestehende Sachen wie das DAN oder Hopetosse-Netzwerk, die ja nicht gerade über Überfüllung klagen...).

- Beziehungen:

Entwicklung von anderen Formen des Zusammenlebens, um nicht wieder in alte Muster zurückzufallen u. irgendwann entpolitisiert & gefrustet in einer Zweierkiste zu enden. Und ich will nicht, dass "Politkram" nur der Kitt für menschliche Beziehungen ist, mensch nach Demo, Aktion oder Plenum wieder getrennte Wege geht u. Bedürfnisse nach Nähe als "unpolitischer Emokram" abgetan werden.

Wenn endlich über die Ängste u. Probleme geredet wird, die uns an so Vielem hindern, wäre dass schon verdammt viel. Mit der AG "Andere Formen des Zusammenlebens" beim anarchistischen Sommercamp und vielleicht auch bei den libertären Wochen möchte ich einen kleinen Beitrag dazu leisten u. hoffe auf rege Beteiligung. Einen Text dazu (den ich auch gern an euch maile) werde ich bald ins Netz auf http://www.free.de/schwarze-katze/ setzen.

Für mich ziehe ich aus den Tagen die Konsequenz, dass ich mich nun viel stärker als zuvor einbringen werde, damit ich irgendwann nicht mehr solche Texte schreiben muss [;-)]

Weiterführendes

Ein etwas perspektivischerer u. durchdachterer Text als dieser, an dem es sich anzuknüpfen u. weiter zu diskutieren lohnte: "Strategie für Anarchie" von somebody called Robin Wut - zu finden auf der Schwarze Katze homepage (-> www.free.de/schwarze-katze/anarch.html#strategie1) oder in abgewandelter Form in dem Buch "Freie Menschen in freien Vereinbarungen".

3. Termine

11.-13. Mai 2001 in Dresden: Menschen statt Profite (http://www.menschenstattprofite.de)

Anmerkung: Ach so, bitte denkt einmal drüber nach, was die Boykottaufrufe wg. Linksruckbeteiligung gegen dieses Treffen bedeuten & welche Chance ihr euch entgehen lasst, wenn ihr ALLE zuhause bleibt. [;-)]

18.-20. Mai 2001 in Saasen: Seminar "Entscheidungsfindung von unten", Anmeldung an sehrbunt@gmx.net, Infos unter http:/www.projektwerkstatt.de

1.-4. Juni 2001 in Bielefeld: Direct-Action-Gathering (http://www.aktionsinfo.de/DAN)

bye, buy!

trotzdem & sowieso Lust & Freiheit,

espi aus Hemer