graswurzel.tv will komplett unabhängig von herkömmlichen medialen Strukturen arbeiten und informieren. Wir verstehen unsere Arbeit als alternativen Journalismus, der sich die Möglichkeiten der modernen Berichterstattung via Internet zu Nutze macht. Eine möglichst breite Vielfalt unserer Filme und Fotos ist uns dabei wichtig.
Wir wollen keinen Sensationsjournalismus abliefern, der den Protest pauschalisiert und vereinfacht, sondern ihn aus der Sicht der Bewegung wiedergeben.
Radio Libertad – die Nachrichtensendung der Anarchistischen Gruppe Mannheim
Wir bieten Euch zweimal im Monat unabhängige, libertäre Nachrichten zu verschiedenen aktuellen Themen aus anarchistischer Sicht, mit abwechslungsreicher Musik und Dummgebabbel. Für Menschen, die auch mal Informationen jenseits des Mainstreams von Tageszeitungen und Abendnachrichten wollen ...
"Radio Libertad" – jeden 2. und 4. Sonntag im Monat von 13.00 bis 14.00 Uhr auf Bermudafunk, dem freien Radio in der Rhein-Neckar Region.
Den Bermudafunk empfangt Ihr auf UKW 89,6 in Mannheim und UKW 105,4 in Heidelberg.
Radio Chiflado - anarchistischer podcast
alle 3-4 Wochen 6-10 Minuten: libertäre Ansichten und Themen, Basisradios der Welt
Anares Nord: Buchvertrieb mit riesige Bücherauswahl und Kurzrezensionen, Katalog anfordern
Michael Wilk: "Macht, Herrschaft, Emanzipation - Aspekte anarchistischer Staatskritik", Trotzdem-Verlag, Grafenau 1999, 18.- DM
Mit diesem Buch ist dem Autor eine hervorragende Zusammenfassung der aktuellen anarchistischen Diskussion zu den im Titel angesprochenen Inhalten gelungen. Vor allem die gegenseitige Abgrenzung von Herrschaft und Macht ist sehr wichtig, da die beiden Begriffe oft durcheinander geworfen bzw. synonym genutzt werden. So ist für den Autor Herrschaft grundsätzlich negativ besetzt, doch bei Macht kommt es darauf an, wie sie eingesetzt wird (Stichwort Gegenmacht).
Zugleich wird am Beispiel der BRD und des Mediationsverfahrens zum Ausbau des Frankfurter Flughafens herausgearbeitet, wie in den heutigen Demokratien Herrschaftsverhältnisse verschleiert, nach unten delegiert werden, ja sogar in uns allen verinnerlicht werden.
Historische Beispiele und aktuelle Entwicklungen libertärer Theorie und Praxis fügen sich so zu einem gelungenen Werk. Leider ist das Buch für Leute, die sich noch nicht mit Anarchismus befaßt haben, nicht ganz einfach zu lesen, da einiges Hintergrundwissen vorausgesetzt wird. Auch manches vermiedene Fremdwort sowie weniger Grammatik- und Satzfehler würden die Lesebarkeit des Buches erhöhen.
Trotzdem ist das Buch ein wichtiges Werk für eine aktuelle anarchistische Positionsbestimmung sowie für die anarchistische Praxis.
Bernd Drücke: "Zwischen Schreibtisch und Straßenschlacht? - Anarchismus und libertäre Presse in Ost- und Westdeutschland", Verlag Klemm & Ohlschläger, Ulm 1999, 59,80 DM
Jede/r am Anarchismus interessierte sollte sich - trotz des Preises - diese Fleißarbeit des Autors zulegen. Nicht nur libertäre Zeitschriften - hauptsächlich aus den Jahren 1985 bis 1995 - werden aufgelistet und beschrieben. Bernd Drücke gelingt es auch die Zeitschriften in den aktuellen Zusammenhang der anarchistischen Bewegung sowie in die bundesdeutsche Gesellschaft zutreffend einzuordnen. Dies wird vor allem in den einleitenden Kapiteln mit den Begriffsdefinitionen deutlich sowie im Resümee am Ende des Buches.
Gelungen ist Bernd Drücke die Einbindung der BesucherInnen-Umfrage während der Libertären Tage 1993 in Frankfurt/Main. Diese Erhebung, die in der Libertäre Tage '93-Dokumentation veröffentlicht wurde, ist eines der wenigen Zeugnisse aus der anarchistischen Bewegung, das konkretere Aussagen über die Gesamtheit der anarchistische Bewegung zuläßt - zumindest für das Jahr 1993.
Dem Autor ist anzumerken, daß er schon jahrelang in der anarchistischen Bewegung sehr aktiv ist. Durch vielfältige persönliche und schriftliche Kontakte hat er das im Buch versammelte Wissen zusammengetragen. Umso bemerkenswerter ist, daß es ihm gelingt, nicht in Selbstbeweihräucherung der Bewegung zu verfallen, sondern in notwendiger Distanz auch kritisch Erfolge und Mißerfolge anarchistischer Zeitschriften und Projekte zu beleuchten.
Das Buch ist sicher eines der wichtigsten Werke der letzten Jahre über die anarchistische Bewegung.
Comic: Gerhart Seyfried: "Starship Eden", "Flucht aus Berlin", "Invasionen aus dem Altag" und "das schwarze Imperium"
Hg. Hans Jürgen Degen, "Lexikon der Anarchie", Verlag Schwarzer Nachtschatten, Karlheinz Schreieck, Postfach 90, 24301 Plön, Loseblattsammlung in inzwischen zwei Ordnern, wird ständig aktualisiert, z. Z. 5. Ergänzung
Begriffe und Personen werden ausführlich beschrieben. Am Ende der Artikel finden sich viele Literatur- und Quellenangaben sowie Querverweise. Das Lexikon darf in keiner anarchistischen Sammlung fehlen.
Die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft
Der vorliegende Text erklärt Methoden, Ziele und Organisationsformen einer
anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft. Die in ihr organisierten Menschen lehnen
den Zentralismus (z. B. von Parteien und DGB-Gewerkschaften) und die "sozialpartnerschaftliche"
Friedenspflicht zwischen Lohnabhängigen und Besitzenden grundsätzlich
ab. Das gleiche gilt für Führerinnen und Führer, Bürokratinnen
und Bürokraten.
Die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft ist ein Zusammenschluss "von unten"
und kämpft auf selbstorganisierter und gleichberechtigter Grundlage für
eine solidarische und selbstverwaltete Gesellschaft.
In einem weiteren Beitrag wird die Gründung der Gewerkschaften in der Bundesrepublik
nach der Befreiung vom Nationalsozialismus 1945 beschrieben.
Die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft. Herausgegeben vom Bildungssyndikat
Bremen der FAU-IAA. 44 Seiten A5, 5 DM plus Versandkosten von 1.50 DM
Bestellungen nur mit Vorkasse bitte an: FAU-IAA Lokalfoederation Bremen, Bildungssyndikat,
Am Schwarzen Meer 161, D-28205 Bremen e-mail: fauhb@fau.org
und bsy-hb@fau.org
Helmut Thielen: "Die Wüste lebt. Jenseits von Kapital und Staat", 363
Seiten, 39,80 DM, ISBN 3-9806353-3-3.
Darin beschäftigt sich Thielen mit Menschenwürde und Befreiung im Zeitalter
neoliberaler Globalisierung. Als aktuelle Beispiele für einen neuen Weg jenseits
von Reformpolitik und konventioneller Revolution beschreibt der Autor die zapatistische
Bewegung in Mexiko und die Bewegung der brasilianischen Landlosen. Ausführliche
Informationen unter: http://www.comlink.de/graswurzel/verlag/wueste.htm
GWR (Hg.), "Das andere Indien. Anarchismus, Frauenbewegung, Gewaltfreiheit, Ökologie", 244 Seiten, 34,80 DM, ISBN 3-9806353-2-5.
Ohne die gängigen Klischees - SoftwarespezialistInnen, Armut, spirituelle Versuchung,
Atommacht - wird aus der Sicht sozialer Bewegungen ein Blick auf die komplexe
indische Realität geworfen. Zu diesem Buch sind weitere Angaben im Internet
zu finden: http://www.comlink.de/graswurzel/verlag/indien.htm
Über die Titel Lou Marin, "Ursprung der Revolte. Albert Camus und der Anarchismus" sowie GWR (Hg.), "Gewaltfreier Anarchismus. Herausforderungen und Perspektiven" können ausführliche Informationen unter http://www.comlink.de/graswurzel/verlag/index.html abgerufen werden.
Hubert Kennedy (Hrsg.); Lieber Tucker. John Henry Mackay an Benjamin R.
Tucker
175 Seiten / 31 Abb. / Format 16 x 23,5 cm / 36 DM, Karin Kramer Verlag, Berlin
2001
Vorwort: Jochen Knoblauch
196 Briefe und Postkarten aus dem Zeitraum 1905 - 1933
Im Anhang: Uwe Timm ueber John Henry Mackay Uwe Timm ueber Benj. R. Tucker und:
Benjamin R. Tucker; Staatssozialismus und Anarchismus (1895)
Der Individualanarchist John Henry Mackay war ein bekannter und erfolgreicher
deutscher Autor der Jahrhundertwende (z. B. "Die Anarchisten", Roman). Nach
ihm ist die individualanarchistische "Mackay-Gesellschaft" und deren gleichnamiger
Verlag benannt, die sich dem Andenken Mackays, dem dessen Vordenkers Max Stirner
und dem anderer IndividualanarchistInnen widmet.
Joachim Willems: Religiöser Gehalt des Anarchismus oder anarchistischer
Gehalt der Religion?
Die jüdisch-christlich-atheistische Mystik Gustav Landauers zwischen Meister
Eckhart und Martin Buber
Verlag Ulmer Manuskripte, 2001. ISBN 3-934869-16-5, DM 39,80
Anarchismus und Mystik, Atheismus und Religion - in der Person Gustav Landauers
fließen solche "unvereinbaren" Elemente zu Beginn des 20. Jahrhunderts zusammen.
Joachim Willems' Untersuchung setzt ein bei einem jugendlichen romantischen
Anarchisten, der wegen seiner politischen Überzeugung die kaiserlichen Gefängnisse
kennenlernt, verfolgt seinen Weg in die Szene mystisch-sozialreformerischer
Aussteiger, weiter in die Welten des europäischen Mittelalters und der jüdischen
Tradition, und schließlich durch den Ersten Weltkrieg hindurch in die Münchener
Revolution. In einem Kapitel zur Rezeption seiner Gedanken werden Spuren Landauers
über seinen gewaltsamen Tod hinaus gesucht: in der anarchistischen Bewegung
sowie in Teilen des Zionismus und des christlichen Religiösen Sozialismus, vor
allem aber in der Philosophie seines Freundes und Nachlassverwalters, des großen
jüdischen Denkers Martin Buber.
Immer wieder wird deutlich: Der zu Unrecht vergessene Philosoph, Politiker und
Schriftsteller Gustav Landauer ist auch in unserer Zeit aktuell, in der erneut
oder noch immer außerhalb und innerhalb von Kirchen und Parteien das Bedürfnis
nach mystischem Heil und sozialer Gerechtigkeit besteht.
Takis Fotopoulos: UMFASSENDE DEMOKRATIE
Die Antwort auf die Krise der Wachstums- und Marktwirtschaft, übersetzt
von Helmut Richter und Michael Schiffmann, Trotzdem Verlagsgenossenschaft, 2003,
480 Seiten, 19 Euro, ISBN 3-931786-23-4
Globale Märkte, neue Technologien, weltweite Kommunikationsnetze und der
Anspruch auf umfassende internationale Zusammenarbeit bestimmen das Leben auf
diesem Planeten in immer stärkerem Maße. Doch verdeckt der schöne
Schein von Globalisierung und neuer Weltordnung den Blick auf bestehende Realitäten.
Für den Wirtschaftswissenschaftler Takis Fotopoulos liegt die tiefere Ursache
der gegenwärtigen politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen
Krise in der Struktur der kapitalistischen sowie der staatssozialistischen Wachstumswirtschaft.
Ausgehend von einer Analyse der beiden ökonomischen Systeme, der globalisierten
Marktwirtschaft sowie des sozialistischen Modells, eröffnet Takis Fotopoulos
radikal-libertäre Einsichten für einen grundlegenden politischen und
ökonomischen Wandel. Inclusive Democracy (Umfassende Demokratie) bezeichnet
er sein detailliertes Konzept jenseits von Kapitalismus, Etatismus, Marktwirtschaft
und Geld. Dabei ist der Aufbau demokratischer Strukturen im politischen, wirtschaftlichen,
ökologischen und sozialen Bereich die zentrale Bedingung. Voraussetzung
ist auch die Partizipation aller Beteiligten auf lokaler, regionaler und überregionaler
Ebene. Das libertäre »Freiheitsprojekt« umfasst somit alle
relevanten gesellschaftlichen Bereiche. Grundlage ist dabei auch die Überwindung
ungleicher Verteilung politischer und wirtschaftlicher Macht und die damit verbundenen
Vermögens- und Eigentumsbeziehungen ebenso wie die Beendigung von Herrschaftsbeziehungen
von Menschen über Menschen und das Ende der Vorstellung, die Natur zu beherrschen.
Im ersten Teil stehen Marktwirtschaft und Nationalstaaten im Mittelpunkt seiner
Analyse. Besondere Bedeutung misst Fotopoulos dabei der seit einigen Jahrzehnten
andauernden Neoliberalisierung der Weltwirtschaft bei. Einmal mehr wird deutlich,
dass das dynamische Wachstum der Wirtschaft im globalisierten System nicht mit
einem Wohlstand für alle Menschen, mit der Erhaltung der Umwelt oder mit
einer breiten Beteiligung der Bevölkerung an der gesellschaftlichen Entwicklung
vereinbar ist.
Im zweiten Teil entwickeltund beschreibt Fotopoulos seine gesellschaftliche
Konzeption und stellt diese den historischen Konzepten von klassischer, liberaler
oder marxistischer sowie den modernen Varianten "radikaler" Demokratie
gegenüber.
Angesicht der multidimensionalen (ökonomischen, ökologischen, politischen,
ideologischen und psychosozialen) Krise, der offenkundigen Ineffizienz von Markt-
und Planwirtschaft sowie aktueller (Anti-)Globalisierungsdebatten bietet das
Buch eine grundlegende Konzeption umfassender transnationaler Demokratie, ein
radikales Projekt der Befreiung, ein Versuch, die Gesellschaft mit der politischen
Gemeinschaft, der Wirtschaft und der Natur zu integrieren.
Takis Fotopoulos ist Herausgeber und Autor von Democracy & Nature. The International Journal of Inclusive Democracy, sowie Kolumnist der griechischen Tageszeitung Eleftherotypia. Geboren 1940 in Griechenland, lebt er seit 1966 in London. Von 1969-1989 lehrte er Ökonomie an der Universität von London. Er ist Autor mehrerer Bücher in griechischer Sprache. Umfassende Demokratie. Die Antwort auf die Krise der Wachstums- und Marktwirtschaft ist die deutsche Übersetzung des ursprünglich auf Englisch erschienenen Werkes "Towards an Inclusive Democracy. The Crisis of the Growth Economy and the Need for a New Liberatory Project" (Cassell-Continuum, London/New York 1997), das außerdem auch ins Griechische, Italienische, Spanische und Französische übersetzt wurde.
http://www.inclusivedemocracy.org/fotopoulos
http://www.inclusivedemocracy.org/fotopoulos/germ/germtid.htm
http://www.inclusivedemocracy.org
Bestellungen an:
Trotzdem Verlagsgenossenschaft, Grafenau-Döffingen, Postfach 1159, D -
71117 Grafenau, Deutschland, TrotzdemuSF@t-online.de,
http://www.trotzdem-verlag.de/
Rezensionsexemplare können unter folgender Adresse angefordert werden:
Verlagsbüro Dieter Schmidt, Mainzer Landstr.107, D-60329 Frankfurt am Main,
Tel.: +49 (0)69 - 238 02 873, Fax: +49 (0)69 - 238 02 926, e-mail: dieter@verlagsbüro-schmidt.de
"Politics must cease to be a technique for holding and exercising
power and become the self-management of society by its members".
(From OUR AIMS of
D&N)
"DEMOCRACY&NATURE" (D&N)
The International Journal of Inclusive Democracy
http://www.democracynature.org
http://www.inclusivedemocracy.org
Am 3. Februar 2004 erschien Heft 1 (25) 2004 DER EINZIGE. Vierteljahresschrift
des Max-Stirner-Archivs Leipzig zu dem Thema: "Max Stirner und die Literatur".
Folgende Beiträge wurden darin veröffentlicht:
Jörg Ulrich, Die Sprache zum Schweigen bringen - Das Heilige entweihen
(Emile Cioran)
Christian Berners, "Schnitt Durch Die Zeit" (Raoul Hausmann)
Raoul Hausmann, Dada durschaut die Gesellschaft - Schnitt durch die Zeit
Bernd Kast, Bemerkungen zu einem beunruhigenden Faktor in Brechts Leben und
Werk
Arne C. Jansen, Gruppenbild mit Herrn (Bernard de Mandeville)
***
3. Mai 2004:
Diverses zu Max Stirner
3. August 2004:
Leipziger StudentInnen über Max Stirner
3. November 2004:
Max Stirner und das Problem der Individualität
3. Februar 2005:
Max Stirner und Bruno Bauer
3. Mai 2005:
Max Stirner und der Antisemitismus
3. August 2005:
Max Stirner und Søren Kierkegaard
3. November 2005:
Meinem Liebchen Marie Dähnhardt
Interessenten können sich ebenfalls mit eigenen Beiträgen an diesen
Heften beteiligen. Redaktionsschluß jeweils 14 Tage vor der Herausgabe.
Kontakt über das Max-Stirner-Archiv Leipzig: max-stirner@web.de
Publikationen der Reihe STIRNERIANA:
Heft 24
Kurt W. Fleming (Hrsg.)/Bernd Kast (Einleitung): Stirners Recensenten. Kritik
und Anti-Kritik.
INHALT:
Bernd Kast, Historisch-kritische Einleitung
Szeliga, Der Einzige und sein Eigentum. Von Max Stirner
Moses Heß, Die letzten Philosophen
Ludwig Feuerbach, Über das "Wesen des Christentums" in Beziehung
auf den "Einzigen und sein Eigentum"
Bruno Bauer, Charakteristik Ludwig Feuerbachs. Feuerbach und der Einzige
Max Stirner, Recensenten Stirners
ISBN 3-933287-50-2; 13,90 Euro
Heft 25
STIRNER-TREFFEN. 21.-23. Juni 2002 in Hummeltal b. Bayreuth. Protokoll
Kurt W. Fleming, Statt einer Einleitung
Herbert Scheit, Max Stirner - ein antipädagogischer Pädagoge
Christian Berners, Max Stirner zwischen Anarchismus und Mystik am Beispiel von
Rolf Engert
Geert-Lueke Lueken, Stirner als Sprachkritiker
ISBN 3-933287-55-3; 7,50 Euro
Was ist eigentlich Anarchie?
Autor: Kollektiv
Verlag: Karin Kramer Verlag
ISBN: 387956700X
Einführung in die Theorie und Geschichte des Anarchismus - Dieses Buch gibt einen guten Überblick über die Grundgedanken, die einzelnen Theorieansätze und die Geschichte des Anarchismus.
ABC des Anarchismus
Autor: Alexander Berkman
Verlag: K. Guhl Verlag
ISBN: 3882200855
Obwohl dieses Buch schon 1928 veröffentlicht wurde, ist es doch noch aktuell und ist für Einsteiger sehr hilfreich und einfach geschrieben.
Leben ohne Chef und Staat
Autor: Horst Stowasser
Verlag: Karin Kramer Verlag
ISBN: 3879561206
In diesem Buch werden durch historische Beispiele die Vorurteile gegenüber dem Anarchismus wiederlegt. Jedes Kapitel ist in Story (wie ein Abenteuerroman), Geschichte (Fakten) und Moral (Hintergründe) unterteilt. Für mich persönlich ist dieses Buch äußerst empfehlenswert.
Michael Albert
PARECON
Leben nach dem Kapitalismus
übersetzt von Helmut Richter
ca. 300 Seiten
ca. 20 EURO
ISBN 3-931786-33-1
Neuerscheinung im Oktober 2005
In PARECON - Participatory Economics - entwirft Michael Albert ein
nachkapitalistisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell.
Hochgelobt und inzwischen in viele Sprachen übersetzt, beschreibt er
ein komplexes, alle Lebensbereiche durchdringendes System jenseits der
herrschenden Ökonomie von Ausbeutung und Privateigentum.
Ziel ist eine lebendige Gesellschaft, vielfältig, solidarisch und
selbstorganisiert. Jenseits von zentraler Planung und Kapitalismus
tritt ein weit gespanntes Netz von Räten, in welchen Produzenten und
Verbraucher partizipatorisch über die benötigten Güter und Waren
beraten und entscheiden können.
Ein wichtiger Beitrag zur Diskussion um eine andere Welt von morgen.
MICHAEL ALBERT ist Herausgeber von ZNet und Z-Magazine sowie
Mitbegründer des Verlags South End Press. Zusammen mit Robin Hahnel
hat er die Vision von PARECON entwickelt.
BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie (Hg.)
Grüne Beute - Biopiraterie und Widerstand
Argumente, Hintergründe, Aktionen
160 Seiten, 12 Euro, ISBN 3-931786-40-4
Immer wieder versuchen Pharmakonzerne, Hochschulen und Agrarunternehmen, sich Patente und andere geistige Eigentumsrechte auf Heil- und Nutzpflanzen zu sichern. Viel zu oft gelingt es ihnen. Selbst das überlieferte Wissen einheimischer Spezialistinnen und Spezialisten über die Verwendung dieser Pflanzen betrachten diese Jäger nach grüner Beute als ihren Schatz.
Die »BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie« betrachtet die fortschreitende Privatisierung von Heil- und Nutzpflanzen als illegitim, auch wenn sie gelten-der Rechtslage entsprechen mag.
In diesem Buch wird an konkreten Beispielen aufgezeigt, wie die Biopiraten ihre Beutezüge durchführen und auf welche rechtlichen Rahmenbedingungen sie sich dabei stützen können. Davon ausgehend schildert »Grüne Beute« den Widerstand, der an vielen Orten gegen Biopiraterie aufkeimt.
Mit Beiträgen über die Grundlagen, Formen und Rahmenbedingungen von Biopiraterie, über die Regelwerke rund um Biopiraterie, über Biopiraterie in Europa und Biokolonialismus in den Ländern des Südens, über Frauen und Biopiraterie, über Biopiraterie jenseits der Pflanzenwelt bei Mensch und Tier, über die Suche nach Alternativen und Gegenmodellen sowie über Biopira-terie und Widerstand.
Die »BUKO Kampagne gegen Biopiraterie« ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Einzelpersonen und Organisationen. Die Kampagne will über Biopiraterie informieren, Widerstand gegen Biopiraterie aufbauen und gesellschaftliche Alternativen diskutieren und unterstützen. Dabei beschäftigt sie sich ebenso mit Biopiraterie in den Ländern des globalen Südens wie mit Biopiraterie vor der eigenen Haustür.
Weitere Infos zu diesem Buch und den BUKO-Veranstaltungen zum Thema unter www.gruene-beute.de oder unter www.biopiraterie.de
Engelke, Rolf / Klein, Thomas / Wilk, Michael (Hg.)
Soziale Bewegungen im globalisierten Kapitalismus
Bedingungen für emanzipative Politik zwischen Konfrontation und Anpassung
144 Seiten, 12 Euro, ISBN 3-931786-22-6
Soziale Bewegungen gibt es noch, gibt es wieder. Freilich haben sie nach ihrem Aufschwung in den siebziger Jahren heutzutage mit einer Vielfalt von neuartigen gesellschaftlichen Phänomenen zu rechnen.
Vor dem Hintergrund der Kämpfe um die Erweiterung des Frankfurter Rhein-Main-Flughafens, der Geschichte von Anti-AKW-Bewegung und Anti-Kriegs-Protesten spüren die Beiträge dieses Buches den Erfahrungen sozialer Bewegungen nach und loten ihr gegenwärtiges Dilemma wie ihre Chancen aus. Dargestellt werden hierarchische Einbindungsversuche des Staates auf internationaler (»Global Governance«-Konzept) und lokaler Ebene (Mediationsangebote).
Gehörige Aufmerksamkeit zuteil wird dem Abbau des Sozialstaats und daraus resultierender gesellschaftlicher Auseinandersetzungen, in denen eine autonome und libertäre Linke noch ihren Platz finden muss.
Rolf Engelke »Gekämpft wird diesmal anders!« Die Bürgerinitiativbewegung gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens zwischen Bürgerprotest und Widerstand
Marianne Gronemeyer Soziale Bewegungen im Dilemma
Thomas Klein Kein Frieden im globalen Krieg. Anti-Kriegs-Proteste in Zeiten der Globalisierung
Reimar Paul Unberechenbar manchmal auch für sich selbst: Die Anti-AKW-Bewegung
Karl Heinz Roth Der Sozialkahlschlag: Perspektiven von oben – Gegenperspektiven von unten
Wolf Wetzel Global kämpfen – lokal aussetzen? und Teuflische Enge -
Prekäre Arbeits-, Lebens- und Protestwelten
Michael Wilk Von Maschinisten und Monsterbändigern ...
Thomas Seibert Organisation und soziale Bewegung
Anarchismus und Utopie in der Literatur um 1900
Deutschland, Flandern und die Niederlande
erschienen Oktober 2005, 188 Seiten, 20.00 €
Koenigshausen + Neumann G
ISBN 3-8260-3050-8
"Anarchismus und Utopie in der Literatur um 1900" - so der Titel einer Fachkonferenz an der Freien Universität Berlin im Herbst 2003 - meint die Wechselwirkung von Literatur und Anarchismus in Deutschland, Flandern und den Niederlanden in engem Zusammenhang mit der Lebensreformbewegung. Das soziale Engagement der Literatur der Jahrhundertwende führt zu einer verstärkten Diskussion utopischer Konzepte oder der praktischen Umsetzung anarchistischer und sozialistischer Ideen. Auf der anderen Seite finden die literarischen Entwicklungen in politischen Zeitschriften neue Beachtung. Diese Interferenzen und grenzüberschreitenden Aktivitäten zwischen Politik und Literatur werden in den Beiträgen des vorliegenden Bandes beleuchtet, und zwar in internationaler Perspektive, auf erweiterter Quellenbasis und in kritischer Bilanzierung der bisherigen Forschung.
Noam Chomsky. -
Libertärer Querdenker:
Robert F. Barsky
erschienen Dezember 1999; 335 Seiten; 19.80 €
Edition 8
In dieser bisher ersten Biografie über den Sprachwissenschaftler und Gesellschaftskritiker Noam Chomsky werden dessen politisch unermüdlicher Aktivismus ebenso wie seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Entdeckungen erläutert.
"Ich halte es mit Pascals Wette. Man hat eine Wahl. Entweder gibt man die Hoffnung auf und lässt das Schlimmste eintreten, oder man entscheidet sich für die Hoffnung, dann besteht die Möglichkeit, etwas zu verbessern. Vor diese Alternative gestellt, gibt es eigentlich keine Frage, wie zu wählen ist." (Noam Chomsky)
Findus
Kleine Geschichte des Anarchismus
Ein schwarz-roter Leitfaden
Verlag Graswurzelrevolution
Nettersheim 2009
Paperback, Klebebindung, 58 Seiten
ISBN 978-3-939045-11-3
Preis (D): € 7,80www.graswurzel.net
buchverlag@graswurzel.net
Nach der Jugendzeitung UTOPIA hat uns der "Verlag Graswurzelrevolution"
nun eine jugendtaugliche Version anarchistischer Geschichte in Comicform geschenkt. Die von FINDUS flott illustrierten, sauber und wertig bedruckten Seiten erzählen auf der Basis einer netten kleinen Geschichte:
In ein Gespräch zweier Jugendlicher an der Bushaltestelle mischen sich immer mehr Leute ein und geben ihren Senf dazu. Mittels kurzer, leicht konsumierbarer Texte zwischen den kommentierenden Zeichnungen, bildet sich in großen Zügen Entstehen und Gegenwart des Anarchismus ab. Damit das Ganze etwas mehr Substanz gewinnt, sind weiterführende Literaturangaben hinzugegeben. Letztere dürften teilweise das Publikum in der Beschaffung vor Probleme stellen, da auch nicht mehr erhältliche Werke dabei sind, wie etwa das von Volin über die Machnowbewegung (drei Bände "Die unbekannte Revolution" - beim Unrast Verlag ist der 3. Band "Der Aufstand von Kronstadt" separat neu aufgelegt). Das eine oder andere vorgeschlagene Buch fällt auch nur mühsam unter den Begriff "Anarchismus" und wäre in diesem Zusammenhang verzichtbar gewesen. Im Ganzen ist die Literaturliste jedoch durchaus brauchbar.Die knapp gehaltenen Texte sind geeignet, Anstöße zu weiterer Beschäftigung mit dem Thema zu geben, auch wenn für Jugendliche vielleicht ein wenig das Element "Abenteuer-Spannung" in ihnen fehlt. Nicht in jedem Fall wird die Interpretation von Personen, Geschehnissen und Geschichte Konsens bei allen AnarchistInnen sein. Die enthaltene Information ist eher sachlich gehalten und, der Kürze des Werkchens geschuldet, auch nicht überbordend vollständig. So würde mensch sich gerade über den Nachkriegsanarchismus ein paar Infos mehr wünschen. Zapatistas und Globalisierung sind zwar wichtige Themen, aber nicht unbedingt Kernbereich des aktuellen Anarchismus. Nun gut - sie sind auch nicht nebensächlich und in beiden Aktionsfeldern sind viele AnarchistInnen engagiert. Zwei oder gar vier Seiten weniger Werbung am Ende für den Verlag Graswurzelrevolution hätte zudem wieder Platz für weitere Informationen zum Thema freigegeben.Die Findus-Zeichnungen sind grafisch ansprechend, schnörkellos, wenn auch manchmal nicht ganz treffsicher bzw. etwas zu klischeemäßig. Einige Charaktere sind hingegen großartig getroffen. Die Zeichnungen sind unterhaltend collagiert, teils auch karikierend witzig-selbstironisch. Sie dürften die lesefaulere Jugend munter durch das Büchlein lotsen.
Auf dem Titel springt uns im wahrsten Sinne des Wortes eine frech grinsende Jugendliche ins Auge. Die entsprintet raschen Laufs, mit wehendem Fuchsschwanzzopf, bekleidet mit Anarch@sweatshirt und Jeans ...der bürgerlichen Gesellschaft, der Polente? Der schwarzrot flackernde Hintergrund läßt Gedanken an Feuer aufkommen. Die Message, die damit ausgedrückt werden soll, ist zwar nicht ganz klar, aber das Bild als solches ist rund und ein sehr hübscher Eyecatcher, der sicher verkaufsfördernd wirkt.Mit 7,80 Euro ist der Preis für diese Buchbroschüre nicht exorbitant billig, aber auch nicht wirklich überteuert. Mensch erhält für sein Geld ein sorgfältig editiertes Büchlein, das Spaß macht und zum Verschenken einlädt.
RGL von LPA (Libertian Press Agency), Berlin
Noam Chomsky: »Ein Buch, das weit über die unmittelbare Botschaft hinaus die Komplexität der menschlichen Existenz begreifbar macht.«
Die Kriege in Afghanistan und im Irak finden kein Ende – Hoffnungsträger Barack Obama ist in die Fußstapfen seiner Vorgänger getreten. Doch der Widerstand wächst: Kriegsgegner in Deutschland und Amerika suchen neue Wege, um der Kriegstreiberei endlich ein Ende zu bereiten. William T. Hathaway versammelt in seinem Buch 15 ganz persönliche Geschichten von ganz unterschiedlichen Menschen: 15 bewegende Schicksale, 15 grausame Erfahrungen mit Krieg und Gewalt, 15 Wege, die in Richtung Frieden führen.
Der Autor und Mitglied der Gruppe, William T. Hathaway, ist Kriegsveteran der US Special Forces und jetzt Friedensaktivist. Er war Fulbright-Gastprofessor für Amerikanistik an den Universitäten Oldenburg und Bonn und ist jetzt Dozent in Oldenburg. Sein erstes Buch, A World of Hurt, erhielt für seine kritische Darstellung des US-Militärs den Rinehart Foundation Award.