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Graswurzel.tv

graswurzel.tv will komplett unabhängig von herkömmlichen medialen Strukturen arbeiten und informieren. Wir verstehen unsere Arbeit als alternativen Journalismus, der sich die Möglichkeiten der modernen Berichterstattung via Internet zu Nutze macht. Eine möglichst breite Vielfalt unserer Filme und Fotos ist uns dabei wichtig.

Wir wollen keinen Sensationsjournalismus abliefern, der den Protest pauschalisiert und vereinfacht, sondern ihn aus der Sicht der Bewegung wiedergeben.


Animationsfilm zum Thema Arbeit, Selbstmord am  Arbeitsplatz, Automatisierung, Solidarität zwischen Arbeiter und  Penner.
https://vimeo.com/55224501
screening : Anarco-Ciné, Helsinki - Chicago Anarchist Filmfestival


RADIOS

Radio Libertad – die Nachrichtensendung der Anarchistischen Gruppe Mannheim

Wir bieten Euch zweimal im Monat unabhängige, libertäre Nachrichten zu verschiedenen aktuellen Themen aus anarchistischer Sicht, mit abwechslungsreicher Musik und Dummgebabbel. Für Menschen, die auch mal Informationen jenseits des Mainstreams von Tageszeitungen und Abendnachrichten wollen ...
"Radio Libertad" – jeden 2. und 4. Sonntag im Monat von 13.00 bis 14.00 Uhr auf Bermudafunk, dem freien Radio in der Rhein-Neckar Region. Den Bermudafunk empfangt Ihr auf UKW 89,6 in Mannheim und UKW 105,4 in Heidelberg.


Anarchistisches Radio Berlin
Der Libertäre Podcast, ein ernster und satirischer Rückblick auf der Vormonat, jeweils online verfügbar am Anfang des Monats. Ihr findet die Sendungen auf dem Blog: www.aradio.blogsport.de, zum direkten Anhören oder Herunterladen


Radio Chiflado - anarchistischer podcast
alle 3-4 Wochen 6-10 Minuten: libertäre Ansichten und Themen, Basisradios der Welt


JETZT GIBT'S WAS FÜR DIE OHREN!
DadA-Podcast unter http://www.dadaweb.de/wiki/Portal_DadA-Podcast
Der DadA-Podcast ist eine Art Internetradio, das von dem Internetportal DadAWeb.de in Kooperation mit Radio Chiflado u.a. Projekten betrieben wird. Im DadA-Podcast gibt es Sendungen zu den unterschiedlichsten Themen aus dem Bereich der Kultur und Geschichte der libertären Bewegungen .
Wie funktioniert der DadA-Podcast?
Podcast ist Internet zum Hören. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem Wort Pod (abgeleitet von dem Apple iPod, für den dieses Medium ursprünglich entwickelt wurde) und der zweiten Silbe von "Broadcast", was der englische Begriff für "Ausstrahlung" im Sinne von
Rundfunk-Ausstrahlung ist. Mit einer geeigneten Software (wie z. B. iTunes u.a. Programmen) können die Sendungen des DadA-Podcast
"abonniert" werden. Neue Sendungen werden dann automatisch (eben im Abo) auf den PC des Users und von dort auf das externe Abspielgerät (z. B, einen MP3-Player) übertragen. Die Sendungen können aber auch direkt auf dem PC abgespielt werden (vorausgesetzt der PC ver
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Was bietet der DadA-Podcast?
In Kooperation mit Radio Chiflado u.a. Partnern werden wir über den DadA-Podcast Sendungen zu den unterschiedlichsten Themen aus dem Bereich der Philosophie, Kultur und Geschichte der libertären Bewegungen anbieten. Zum einen sind dies Themenspecials (wie die Sendungen von Radio Chiflado), zum anderen wird es auch Mitschnitte von Veranstaltungen geben. Aktuell finden sich im DadA-Podcast die folgenden Themenspecials:
- Voltairine de Cleyre - Anarchismus ohne Adjektive (05.06.07, by Radio Chiflado)
- Simone Weil - "Anarchistin"? (24.05.07, by Radio Chiflado)
- Die Provos - die Wiederentdeckung des Anarchismus in den 60er Jahren (10.04.07, by Radio Chiflado)
Insbesondere Veranstaltungsmachern bietet der DadA-Podcast eine gute Möglichkeit ein erweitertes, internationales Publikum über das Internet zu erreichen. Bitte schickt uns die Mitschnitte Eurer Veranstaltungen (am besten im digitalen MP3-Format) und wir werden sie dann über den DadA-Podcast weltweit zugänglich machen (nehmt am besten vorher per eMail Kontakt mit uns auf und wir schicken Euch dann detaillierte Tipps und Infos zum DadA-Podcast).
Kontakt: Jochen Schmück, DadAWeb-Projektkoordination, eMail: mailto:podcast@dadaweb.de

Anarchistische Vertriebe

Anares Nord: Buchvertrieb mit riesige Bücherauswahl und Kurzrezensionen, Katalog anfordern


Anarchistische Zeitschriften


Anarchistische Bücher

Michael Wilk: "Macht, Herrschaft, Emanzipation - Aspekte anarchistischer Staatskritik", Trotzdem-Verlag, Grafenau 1999, 18.- DM

Mit diesem Buch ist dem Autor eine hervorragende Zusammenfassung der aktuellen anarchistischen Diskussion zu den im Titel angesprochenen Inhalten gelungen. Vor allem die gegenseitige Abgrenzung von Herrschaft und Macht ist sehr wichtig, da die beiden Begriffe oft durcheinander geworfen bzw. synonym genutzt werden. So ist für den Autor Herrschaft grundsätzlich negativ besetzt, doch bei Macht kommt es darauf an, wie sie eingesetzt wird (Stichwort Gegenmacht).

Zugleich wird am Beispiel der BRD und des Mediationsverfahrens zum Ausbau des Frankfurter Flughafens herausgearbeitet, wie in den heutigen Demokratien Herrschaftsverhältnisse verschleiert, nach unten delegiert werden, ja sogar in uns allen verinnerlicht werden.

Historische Beispiele und aktuelle Entwicklungen libertärer Theorie und Praxis fügen sich so zu einem gelungenen Werk. Leider ist das Buch für Leute, die sich noch nicht mit Anarchismus befaßt haben, nicht ganz einfach zu lesen, da einiges Hintergrundwissen vorausgesetzt wird. Auch manches vermiedene Fremdwort sowie weniger Grammatik- und Satzfehler würden die Lesebarkeit des Buches erhöhen.

Trotzdem ist das Buch ein wichtiges Werk für eine aktuelle anarchistische Positionsbestimmung sowie für die anarchistische Praxis.


Bernd Drücke: "Zwischen Schreibtisch und Straßenschlacht? - Anarchismus und libertäre Presse in Ost- und Westdeutschland", Verlag Klemm & Ohlschläger, Ulm 1999, 59,80 DM

Jede/r am Anarchismus interessierte sollte sich - trotz des Preises - diese Fleißarbeit des Autors zulegen. Nicht nur libertäre Zeitschriften - hauptsächlich aus den Jahren 1985 bis 1995 - werden aufgelistet und beschrieben. Bernd Drücke gelingt es auch die Zeitschriften in den aktuellen Zusammenhang der anarchistischen Bewegung sowie in die bundesdeutsche Gesellschaft zutreffend einzuordnen. Dies wird vor allem in den einleitenden Kapiteln mit den Begriffsdefinitionen deutlich sowie im Resümee am Ende des Buches.

Gelungen ist Bernd Drücke die Einbindung der BesucherInnen-Umfrage während der Libertären Tage 1993 in Frankfurt/Main. Diese Erhebung, die in der Libertäre Tage '93-Dokumentation veröffentlicht wurde, ist eines der wenigen Zeugnisse aus der anarchistischen Bewegung, das konkretere Aussagen über die Gesamtheit der anarchistische Bewegung zuläßt - zumindest für das Jahr 1993.

Dem Autor ist anzumerken, daß er schon jahrelang in der anarchistischen Bewegung sehr aktiv ist. Durch vielfältige persönliche und schriftliche Kontakte hat er das im Buch versammelte Wissen zusammengetragen. Umso bemerkenswerter ist, daß es ihm gelingt, nicht in Selbstbeweihräucherung der Bewegung zu verfallen, sondern in notwendiger Distanz auch kritisch Erfolge und Mißerfolge anarchistischer Zeitschriften und Projekte zu beleuchten.

Das Buch ist sicher eines der wichtigsten Werke der letzten Jahre über die anarchistische Bewegung.


Comic: Gerhart Seyfried: "Starship Eden", "Flucht aus Berlin", "Invasionen aus dem Altag" und "das schwarze Imperium"


Hg. Hans Jürgen Degen, "Lexikon der Anarchie", Verlag Schwarzer Nachtschatten, Karlheinz Schreieck, Postfach 90, 24301 Plön, Loseblattsammlung in inzwischen zwei Ordnern, wird ständig aktualisiert, z. Z. 5. Ergänzung

Begriffe und Personen werden ausführlich beschrieben. Am Ende der Artikel finden sich viele Literatur- und Quellenangaben sowie Querverweise. Das Lexikon darf in keiner anarchistischen Sammlung fehlen.


Die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft

Der vorliegende Text erklärt Methoden, Ziele und Organisationsformen einer anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft. Die in ihr organisierten Menschen lehnen den Zentralismus (z. B. von Parteien und DGB-Gewerkschaften) und die "sozialpartnerschaftliche" Friedenspflicht zwischen Lohnabhängigen und Besitzenden grundsätzlich ab. Das gleiche gilt für Führerinnen und Führer, Bürokratinnen und Bürokraten.
Die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft ist ein Zusammenschluss "von unten" und kämpft auf selbstorganisierter und gleichberechtigter Grundlage für eine solidarische und selbstverwaltete Gesellschaft.
In einem weiteren Beitrag wird die Gründung der Gewerkschaften in der Bundesrepublik nach der Befreiung vom Nationalsozialismus 1945 beschrieben.

Die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft. Herausgegeben vom Bildungssyndikat Bremen der FAU-IAA. 44 Seiten A5, 5 DM plus Versandkosten von 1.50 DM
Bestellungen nur mit Vorkasse bitte an: FAU-IAA Lokalfoederation Bremen, Bildungssyndikat, Am Schwarzen Meer 161, D-28205 Bremen e-mail: fauhb@fau.org und bsy-hb@fau.org


Helmut Thielen: "Die Wüste lebt. Jenseits von Kapital und Staat", 363 Seiten, 39,80 DM, ISBN 3-9806353-3-3.
Darin beschäftigt sich Thielen mit Menschenwürde und Befreiung im Zeitalter neoliberaler Globalisierung. Als aktuelle Beispiele für einen neuen Weg jenseits von Reformpolitik und konventioneller Revolution beschreibt der Autor die zapatistische Bewegung in Mexiko und die Bewegung der brasilianischen Landlosen. Ausführliche Informationen unter: http://www.comlink.de/graswurzel/verlag/wueste.htm


GWR (Hg.), "Das andere Indien. Anarchismus, Frauenbewegung, Gewaltfreiheit, Ökologie", 244 Seiten, 34,80 DM, ISBN 3-9806353-2-5.
Ohne die gängigen Klischees - SoftwarespezialistInnen, Armut, spirituelle Versuchung, Atommacht - wird aus der Sicht sozialer Bewegungen ein Blick auf die komplexe indische Realität geworfen. Zu diesem Buch sind weitere Angaben im Internet zu finden: http://www.comlink.de/graswurzel/verlag/indien.htm


Über die Titel Lou Marin, "Ursprung der Revolte. Albert Camus und der Anarchismus" sowie GWR (Hg.), "Gewaltfreier Anarchismus. Herausforderungen und Perspektiven" können ausführliche Informationen unter http://www.comlink.de/graswurzel/verlag/index.html abgerufen werden.


Hubert Kennedy (Hrsg.); Lieber Tucker. John Henry Mackay an Benjamin R. Tucker
175 Seiten / 31 Abb. / Format 16 x 23,5 cm / 36 DM, Karin Kramer Verlag, Berlin 2001
Vorwort: Jochen Knoblauch
196 Briefe und Postkarten aus dem Zeitraum 1905 - 1933
Im Anhang: Uwe Timm ueber John Henry Mackay Uwe Timm ueber Benj. R. Tucker und: Benjamin R. Tucker; Staatssozialismus und Anarchismus (1895)
Der Individualanarchist John Henry Mackay war ein bekannter und erfolgreicher deutscher Autor der Jahrhundertwende (z. B. "Die Anarchisten", Roman). Nach ihm ist die individualanarchistische "Mackay-Gesellschaft" und deren gleichnamiger Verlag benannt, die sich dem Andenken Mackays, dem dessen Vordenkers Max Stirner und dem anderer IndividualanarchistInnen widmet.


Joachim Willems: Religiöser Gehalt des Anarchismus oder anarchistischer Gehalt der Religion?
Die jüdisch-christlich-atheistische Mystik Gustav Landauers zwischen Meister Eckhart und Martin Buber
Verlag Ulmer Manuskripte, 2001. ISBN 3-934869-16-5, DM 39,80
Anarchismus und Mystik, Atheismus und Religion - in der Person Gustav Landauers fließen solche "unvereinbaren" Elemente zu Beginn des 20. Jahrhunderts zusammen. Joachim Willems' Untersuchung setzt ein bei einem jugendlichen romantischen Anarchisten, der wegen seiner politischen Überzeugung die kaiserlichen Gefängnisse kennenlernt, verfolgt seinen Weg in die Szene mystisch-sozialreformerischer Aussteiger, weiter in die Welten des europäischen Mittelalters und der jüdischen Tradition, und schließlich durch den Ersten Weltkrieg hindurch in die Münchener Revolution. In einem Kapitel zur Rezeption seiner Gedanken werden Spuren Landauers über seinen gewaltsamen Tod hinaus gesucht: in der anarchistischen Bewegung sowie in Teilen des Zionismus und des christlichen Religiösen Sozialismus, vor allem aber in der Philosophie seines Freundes und Nachlassverwalters, des großen jüdischen Denkers Martin Buber.
Immer wieder wird deutlich: Der zu Unrecht vergessene Philosoph, Politiker und Schriftsteller Gustav Landauer ist auch in unserer Zeit aktuell, in der erneut oder noch immer außerhalb und innerhalb von Kirchen und Parteien das Bedürfnis nach mystischem Heil und sozialer Gerechtigkeit besteht.


Takis Fotopoulos: UMFASSENDE DEMOKRATIE
Die Antwort auf die Krise der Wachstums- und Marktwirtschaft, übersetzt von Helmut Richter und Michael Schiffmann, Trotzdem Verlagsgenossenschaft, 2003, 480 Seiten, 19 Euro, ISBN 3-931786-23-4

Globale Märkte, neue Technologien, weltweite Kommunikationsnetze und der Anspruch auf umfassende internationale Zusammenarbeit bestimmen das Leben auf diesem Planeten in immer stärkerem Maße. Doch verdeckt der schöne Schein von Globalisierung und neuer Weltordnung den Blick auf bestehende Realitäten. Für den Wirtschaftswissenschaftler Takis Fotopoulos liegt die tiefere Ursache der gegenwärtigen politischen, sozialen, ökonomischen und ökologischen Krise in der Struktur der kapitalistischen sowie der staatssozialistischen Wachstumswirtschaft.
Ausgehend von einer Analyse der beiden ökonomischen Systeme, der globalisierten Marktwirtschaft sowie des sozialistischen Modells, eröffnet Takis Fotopoulos radikal-libertäre Einsichten für einen grundlegenden politischen und ökonomischen Wandel. Inclusive Democracy (Umfassende Demokratie) bezeichnet er sein detailliertes Konzept jenseits von Kapitalismus, Etatismus, Marktwirtschaft und Geld. Dabei ist der Aufbau demokratischer Strukturen im politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Bereich die zentrale Bedingung. Voraussetzung ist auch die Partizipation aller Beteiligten auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene. Das libertäre »Freiheitsprojekt« umfasst somit alle relevanten gesellschaftlichen Bereiche. Grundlage ist dabei auch die Überwindung ungleicher Verteilung politischer und wirtschaftlicher Macht und die damit verbundenen Vermögens- und Eigentumsbeziehungen ebenso wie die Beendigung von Herrschaftsbeziehungen von Menschen über Menschen und das Ende der Vorstellung, die Natur zu beherrschen.
Im ersten Teil stehen Marktwirtschaft und Nationalstaaten im Mittelpunkt seiner Analyse. Besondere Bedeutung misst Fotopoulos dabei der seit einigen Jahrzehnten andauernden Neoliberalisierung der Weltwirtschaft bei. Einmal mehr wird deutlich, dass das dynamische Wachstum der Wirtschaft im globalisierten System nicht mit einem Wohlstand für alle Menschen, mit der Erhaltung der Umwelt oder mit einer breiten Beteiligung der Bevölkerung an der gesellschaftlichen Entwicklung vereinbar ist.
Im zweiten Teil entwickeltund beschreibt Fotopoulos seine gesellschaftliche Konzeption und stellt diese den historischen Konzepten von klassischer, liberaler oder marxistischer sowie den modernen Varianten "radikaler" Demokratie gegenüber.
Angesicht der multidimensionalen (ökonomischen, ökologischen, politischen, ideologischen und psychosozialen) Krise, der offenkundigen Ineffizienz von Markt- und Planwirtschaft sowie aktueller (Anti-)Globalisierungsdebatten bietet das Buch eine grundlegende Konzeption umfassender transnationaler Demokratie, ein radikales Projekt der Befreiung, ein Versuch, die Gesellschaft mit der politischen Gemeinschaft, der Wirtschaft und der Natur zu integrieren.

Takis Fotopoulos ist Herausgeber und Autor von Democracy & Nature. The International Journal of Inclusive Democracy, sowie Kolumnist der griechischen Tageszeitung Eleftherotypia. Geboren 1940 in Griechenland, lebt er seit 1966 in London. Von 1969-1989 lehrte er Ökonomie an der Universität von London. Er ist Autor mehrerer Bücher in griechischer Sprache. Umfassende Demokratie. Die Antwort auf die Krise der Wachstums- und Marktwirtschaft ist die deutsche Übersetzung des ursprünglich auf Englisch erschienenen Werkes "Towards an Inclusive Democracy. The Crisis of the Growth Economy and the Need for a New Liberatory Project" (Cassell-Continuum, London/New York 1997), das außerdem auch ins Griechische, Italienische, Spanische und Französische übersetzt wurde.

http://www.inclusivedemocracy.org/fotopoulos
http://www.inclusivedemocracy.org/fotopoulos/germ/germtid.htm
http://www.inclusivedemocracy.org

Bestellungen an:
Trotzdem Verlagsgenossenschaft, Grafenau-Döffingen, Postfach 1159, D - 71117 Grafenau, Deutschland, TrotzdemuSF@t-online.de, http://www.trotzdem-verlag.de/

Rezensionsexemplare können unter folgender Adresse angefordert werden:
Verlagsbüro Dieter Schmidt, Mainzer Landstr.107, D-60329 Frankfurt am Main, Tel.: +49 (0)69 - 238 02 873, Fax: +49 (0)69 - 238 02 926, e-mail: dieter@verlagsbüro-schmidt.de

"Politics must cease to be a technique for holding and exercising
power and become the self-management of society by its members".
(From OUR AIMS of
D&N)
"DEMOCRACY&NATURE" (D&N)
The International Journal of Inclusive Democracy
http://www.democracynature.org
http://www.inclusivedemocracy.org


Am 3. Februar 2004 erschien Heft 1 (25) 2004 DER EINZIGE. Vierteljahresschrift des Max-Stirner-Archivs Leipzig zu dem Thema: "Max Stirner und die Literatur".
Folgende Beiträge wurden darin veröffentlicht:
Jörg Ulrich, Die Sprache zum Schweigen bringen - Das Heilige entweihen (Emile Cioran)
Christian Berners, "Schnitt Durch Die Zeit" (Raoul Hausmann)
Raoul Hausmann, Dada durschaut die Gesellschaft - Schnitt durch die Zeit
Bernd Kast, Bemerkungen zu einem beunruhigenden Faktor in Brechts Leben und Werk
Arne C. Jansen, Gruppenbild mit Herrn (Bernard de Mandeville)
***
3. Mai 2004:
Diverses zu Max Stirner

3. August 2004:
Leipziger StudentInnen über Max Stirner

3. November 2004:
Max Stirner und das Problem der Individualität

3. Februar 2005:
Max Stirner und Bruno Bauer

3. Mai 2005:
Max Stirner und der Antisemitismus

3. August 2005:
Max Stirner und Søren Kierkegaard

3. November 2005:
Meinem Liebchen Marie Dähnhardt

Interessenten können sich ebenfalls mit eigenen Beiträgen an diesen Heften beteiligen. Redaktionsschluß jeweils 14 Tage vor der Herausgabe. Kontakt über das Max-Stirner-Archiv Leipzig: max-stirner@web.de


Publikationen der Reihe STIRNERIANA:

Heft 24
Kurt W. Fleming (Hrsg.)/Bernd Kast (Einleitung): Stirners Recensenten. Kritik und Anti-Kritik.
INHALT:
Bernd Kast, Historisch-kritische Einleitung
Szeliga, Der Einzige und sein Eigentum. Von Max Stirner
Moses Heß, Die letzten Philosophen
Ludwig Feuerbach, Über das "Wesen des Christentums" in Beziehung auf den "Einzigen und sein Eigentum"
Bruno Bauer, Charakteristik Ludwig Feuerbachs. Feuerbach und der Einzige
Max Stirner, Recensenten Stirners
ISBN 3-933287-50-2; 13,90 Euro

Heft 25
STIRNER-TREFFEN. 21.-23. Juni 2002 in Hummeltal b. Bayreuth. Protokoll
Kurt W. Fleming, Statt einer Einleitung
Herbert Scheit, Max Stirner - ein antipädagogischer Pädagoge
Christian Berners, Max Stirner zwischen Anarchismus und Mystik am Beispiel von Rolf Engert
Geert-Lueke Lueken, Stirner als Sprachkritiker
ISBN 3-933287-55-3; 7,50 Euro


Was ist eigentlich Anarchie?

Autor: Kollektiv
Verlag: Karin Kramer Verlag
ISBN: 387956700X

Einführung in die Theorie und Geschichte des Anarchismus - Dieses Buch gibt einen guten Überblick über die Grundgedanken, die einzelnen Theorieansätze und die Geschichte des Anarchismus.


ABC des Anarchismus

Autor: Alexander Berkman
Verlag: K. Guhl Verlag
ISBN: 3882200855

Obwohl dieses Buch schon 1928 veröffentlicht wurde, ist es doch noch aktuell und ist für Einsteiger sehr hilfreich und einfach geschrieben.


Leben ohne Chef und Staat

Autor: Horst Stowasser
Verlag: Karin Kramer Verlag
ISBN: 3879561206

In diesem Buch werden durch historische Beispiele die Vorurteile gegenüber dem Anarchismus wiederlegt. Jedes Kapitel ist in Story (wie ein Abenteuerroman), Geschichte (Fakten) und Moral (Hintergründe) unterteilt. Für mich persönlich ist dieses Buch äußerst empfehlenswert.


Michael Albert
PARECON
Leben nach dem Kapitalismus
übersetzt von Helmut Richter
ca. 300 Seiten
ca. 20 EURO
ISBN 3-931786-33-1
Neuerscheinung im Oktober 2005

In PARECON - Participatory Economics - entwirft Michael Albert ein nachkapitalistisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell.
Hochgelobt und inzwischen in viele Sprachen übersetzt, beschreibt er ein komplexes, alle Lebensbereiche durchdringendes System jenseits der herrschenden Ökonomie von Ausbeutung und Privateigentum.
Ziel ist eine lebendige Gesellschaft, vielfältig, solidarisch und selbstorganisiert. Jenseits von zentraler Planung und Kapitalismus
tritt ein weit gespanntes Netz von Räten, in welchen Produzenten und Verbraucher partizipatorisch über die benötigten Güter und Waren
beraten und entscheiden können.
Ein wichtiger Beitrag zur Diskussion um eine andere Welt von morgen.
MICHAEL ALBERT ist Herausgeber von ZNet und Z-Magazine sowie Mitbegründer des Verlags South End Press. Zusammen mit Robin Hahnel hat er die Vision von PARECON entwickelt.


BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie (Hg.)
Grüne Beute - Biopiraterie und Widerstand
Argumente, Hintergründe, Aktionen
160 Seiten, 12 Euro, ISBN 3-931786-40-4

Immer wieder versuchen Pharmakonzerne, Hochschulen und Agrarunternehmen, sich Patente und andere geistige Eigentumsrechte auf Heil- und Nutzpflanzen zu sichern. Viel zu oft gelingt es ihnen. Selbst das überlieferte Wissen einheimischer Spezialistinnen und Spezialisten über die Verwendung dieser Pflanzen betrachten diese Jäger nach grüner Beute als ihren Schatz.
Die »BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie« betrachtet die fortschreitende Privatisierung von Heil- und Nutzpflanzen als illegitim, auch wenn sie gelten-der Rechtslage entsprechen mag.
In diesem Buch wird an konkreten Beispielen aufgezeigt, wie die Biopiraten ihre Beutezüge durchführen und auf welche rechtlichen Rahmenbedingungen sie sich dabei stützen können. Davon ausgehend schildert »Grüne Beute« den Widerstand, der an vielen Orten gegen Biopiraterie aufkeimt.
Mit Beiträgen über die Grundlagen, Formen und Rahmenbedingungen von Biopiraterie, über die Regelwerke rund um Biopiraterie, über Biopiraterie in Europa und Biokolonialismus in den Ländern des Südens, über Frauen und Biopiraterie, über Biopiraterie jenseits der Pflanzenwelt bei Mensch und Tier, über die Suche nach Alternativen und Gegenmodellen sowie über Biopira-terie und Widerstand.
Die »BUKO Kampagne gegen Biopiraterie« ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Einzelpersonen und Organisationen. Die Kampagne will über Biopiraterie informieren, Widerstand gegen Biopiraterie aufbauen und gesellschaftliche Alternativen diskutieren und unterstützen. Dabei beschäftigt sie sich ebenso mit Biopiraterie in den Ländern des globalen Südens wie mit Biopiraterie vor der eigenen Haustür.

Weitere Infos zu diesem Buch und den BUKO-Veranstaltungen zum Thema unter www.gruene-beute.de oder unter www.biopiraterie.de


Engelke, Rolf / Klein, Thomas / Wilk, Michael (Hg.)
Soziale Bewegungen im globalisierten Kapitalismus
Bedingungen für emanzipative Politik zwischen Konfrontation und Anpassung
144 Seiten, 12 Euro, ISBN 3-931786-22-6

Soziale Bewegungen gibt es noch, gibt es wieder. Freilich haben sie nach ihrem Aufschwung in den siebziger Jahren heutzutage mit einer Vielfalt von neuartigen gesellschaftlichen Phänomenen zu rechnen.
Vor dem Hintergrund der Kämpfe um die Erweiterung des Frankfurter Rhein-Main-Flughafens, der Geschichte von Anti-AKW-Bewegung und Anti-Kriegs-Protesten spüren die Beiträge dieses Buches den Erfahrungen sozialer Bewegungen nach und loten ihr gegenwärtiges Dilemma wie ihre Chancen aus. Dargestellt werden hierarchische Einbindungsversuche des Staates auf internationaler (»Global Governance«-Konzept) und lokaler Ebene (Mediationsangebote).
Gehörige Aufmerksamkeit zuteil wird dem Abbau des Sozialstaats und daraus resultierender gesellschaftlicher Auseinandersetzungen, in denen eine autonome und libertäre Linke noch ihren Platz finden muss.

Rolf Engelke »Gekämpft wird diesmal anders!« Die Bürgerinitiativbewegung gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens zwischen Bürgerprotest und Widerstand
Marianne Gronemeyer Soziale Bewegungen im Dilemma
Thomas Klein Kein Frieden im globalen Krieg. Anti-Kriegs-Proteste in Zeiten der Globalisierung
Reimar Paul Unberechenbar manchmal auch für sich selbst: Die Anti-AKW-Bewegung
Karl Heinz Roth Der Sozialkahlschlag: Perspektiven von oben – Gegenperspektiven von unten
Wolf Wetzel Global kämpfen – lokal aussetzen? und Teuflische Enge - Prekäre Arbeits-, Lebens- und Protestwelten
Michael Wilk Von Maschinisten und Monsterbändigern ...
Thomas Seibert Organisation und soziale Bewegung


Anarchismus und Utopie in der Literatur um 1900
Deutschland, Flandern und die Niederlande
erschienen Oktober 2005, 188 Seiten, 20.00 €
Koenigshausen + Neumann G
ISBN 3-8260-3050-8

"Anarchismus und Utopie in der Literatur um 1900" - so der Titel einer Fachkonferenz an der Freien Universität Berlin im Herbst 2003 - meint die Wechselwirkung von Literatur und Anarchismus in Deutschland, Flandern und den Niederlanden in engem Zusammenhang mit der Lebensreformbewegung. Das soziale Engagement der Literatur der Jahrhundertwende führt zu einer verstärkten Diskussion utopischer Konzepte oder der praktischen Umsetzung anarchistischer und sozialistischer Ideen. Auf der anderen Seite finden die literarischen Entwicklungen in politischen Zeitschriften neue Beachtung. Diese Interferenzen und grenzüberschreitenden Aktivitäten zwischen Politik und Literatur werden in den Beiträgen des vorliegenden Bandes beleuchtet, und zwar in internationaler Perspektive, auf erweiterter Quellenbasis und in kritischer Bilanzierung der bisherigen Forschung.


Noam Chomsky. - Libertärer Querdenker:
Robert F. Barsky
erschienen Dezember 1999; 335 Seiten; 19.80 €
Edition 8

In dieser bisher ersten Biografie über den Sprachwissenschaftler und Gesellschaftskritiker Noam Chomsky werden dessen politisch unermüdlicher Aktivismus ebenso wie seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Entdeckungen erläutert.

"Ich halte es mit Pascals Wette. Man hat eine Wahl. Entweder gibt man die Hoffnung auf und lässt das Schlimmste eintreten, oder man entscheidet sich für die Hoffnung, dann besteht die Möglichkeit, etwas zu verbessern. Vor diese Alternative gestellt, gibt es eigentlich keine Frage, wie zu wählen ist." (Noam Chomsky)


JA! ANARCHISMUS. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert.
Bernd Drücke (Hg.), Karin Kramer Verlag, Berlin. 280 S., Abb., geb., 19,80 EUR.

Nach den militanten Auseinandersetzungen am Rande der Großdemonstration gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm Anfang Juni war in den Medien viel von anarchistischen Gruppen die Rede, die sich angeblich an keine Absprachen hielten und nur auf Randale aus seien. Das Foto auf dem Einband des kürzlich im Karin Kramer Verlag erschienenen Buches scheint genau dieses Klischee zu bedienen. Ein junger Punk mit Palästinensertuch schwenkt eine schwarze Fahne mit dem charakteristischen A im Kreis. Dieses Bild ist das einzige Zugeständnis, das der promovierte Soziologe und Anarchismusforscher Bernd Drücke an die Klischees macht, die nicht nur in der öffentlichen Meinung, sondern auch in manch jugendichen Köpfen spuken. Der Autor hat über 20 Aktivisten interviewt, sie über ihren Lebensweg, ihre Politisierung und ihre Ansichten zur Welt befragt. Seine Gesprächspartner passen in kein Klischee.
Den Reigen eröffnet der Direktor der Abteilung Film- und Medienkunst der Akademie der Künste Berlin Peter Lilienthal. Er berichtet über seine kulturpolitische Arbeit. Zur Zeit unterstützt er den US-amerikanischen Deserteur Camillo Mejia, der sich dem Kriegsdienst in Irak verweigerte und nun mit Bestrafung rechnen muss. Über Leid und Elend linker Künstlerexistenz informieren Pit Budde, Mitbegründer und Songschreiber der schon legendären Band Cochise, sowie Klaus, der Geiger. Mit ihrer Mischung aus Anarchoparolen und esoterisch angehauchten Ethnofolk fanden sie in den 80er Jahren ein großes Publikum unter Umweltschützern, Aussteigern, aber auch politisierten Schülern. Buddes Rückblick fast zwanzig Jahre nach dem Ende der Band ist etwas romantisch angehaucht und zeugt von gesundem Selbstwusstsein: »Irgendwann hatten wir den größten Teil der Bewegung quasi überholt und wussten nicht mehr, wo die geblieben waren.« Dies ist auch Klaus von Wrochem nicht fremd. Er war ein berühmter Musiker, feierte Erfolge in Boston, San Diego und Köln, bevor er aus dem Kulturgeschäft ausstieg und der Straßenmusiker Klaus, der Geiger wurde. Gelegentlich kann man ihn noch auf einer Anti-AKW-Demonstration antreffen.
Wo sind die Ideale geblieben? Diese Frage stellt sich auch der Schriftsteller Horst Stowasser, der einer der Initiatoren des »Projekts A« war, ein Versuch, den Anarchismus im Alltag zu verankern. Versuchsort war Neustadt an der Weinstraße. Anarchisten siedelten sich dort an, gründeten Betriebe und Läden und wollten real die politische und soziale Umgebung verändern. Eine schöne Idee, doch in der Praxis zerstritten sich die Anarchisten. »Ich persönlich habe mich 1992 ziemlich angewidert zurückgezogen«, meint Stowasser. Er habe dann Karriere gemacht und so viel Geld verdient, dass für diverse anarchistische Projekte einiges übrigbleibt. Auch für Monika Grosche schließen sich anarchistische Weltanschauung und berufliche Karriere nicht aus. Sie war einige Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Europaparlament und im Bundestag tätig. Interessant wäre es gewesen, von dem Spagat zu erfahren, den sie im Parlament vollziehen musste. Leider fragt der Interviewer hier nicht nach.
Eindrücklich wird der Lebensweg der Wolfsburgerin Ilse Schwipper geschildert, ehemalige Arbeiterin bei den Volkswagen-Werken und aktives SPD-Mitglied, die schließlich im Umkreis der »Bewegung 2. Juni« agierte, jahrelang in Isolationshaft sitzen musste und heute für bessere Haftbedingungen von Gefangenen in der Türkei kämpft. Ihr Interview ist eine Gegenstimme zum aktuellen Mediendiskurs, nach dem es Isolationshaft und politische Gefangene angeblich in Deutschland nie gegeben habe.
Der Band gibt Aufschluss über Leben und Politikverständnis von Menschen, die oft als naive Idealisten oder, schlimmer noch, gefährliche Extremisten abgestempelt werden – wie Autor Bernd Drücke selbst erfahren musste. Im Fachbereich Soziologie an der Universität Münster sah er sich politischem Mobbing ausgesetzt und verlor schließlichen seinen Job als Lehrbeauftragter. Und der Bundestagsabgeordnete der Grünen Winfried Nachtwei startete gegen ihn eine Verleumdungskampagne, weil Drücke dem ehemaligen Mitglied der AG Frieden der Grün-Alternativen Liste Münster dessen Befürwortung zu NATO- und Bundeswehreinsätzen nicht kritiklos durchgehen ließ.

Parecon - Leben nach dem Kapitalismus
In PARECON – Participatory Economics – entwirft Michael Albert ein nach-kapitalistisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell. Hochgelobt und inzwischen in viele Sprachen übersetzt, beschreibt er ein komplexes, alle Lebensbereiche durchdringendes System jenseits der herrschenden Ökonomie von Ausbeutung und Privateigentum.
Ziel ist eine lebendige Gesellschaft, vielfältig, solidarisch und selbstorganisiert. Jenseits von zentraler Planung und Kapitalismus tritt ein weit gespanntes Netz von Räten, in welchen Produzenten und Verbraucher partizipatorisch über die benötigten Güter und Waren beraten und entscheiden können. Ein wichtiger Beitrag zur Diskussion um eine andere Welt von morgen. Michael Albert, PARECON Leben nach dem Kapitalismus, übersetzt von Helmut Richter, 350 Seiten, 18 Euro, ISBN 3-931786-33-1

Theophil Veritas: Katholik Hitler - Über eine der Wurzeln von Adolf Hitlers Wahnsystem
Ich behaupte in diesem Buch nicht viel. Eigentlich nur eines: Adolf Hitler, sein Weltbild, sein Wahn, ja sein gesamtes Blut- und Mordwerk sind nicht denkbar ohne eines seiner großen Vorbilder – die katholische Kirche! Anders formuliert: Ohne den Katholizismus hätte es das Dritte Reich in jener Form, wie wir es kennen, nicht gegeben.
http://www.tredition.de/books/ID583

"Die neoliberale Ideologie ist die Ideologie der Besitzstandswahrer."
Das sagt Bernd Obergassel und stellt die Zukunftsfähigkeit des Neoliberalismus in Frage. In seinem Mitte August erschienenen
Buch "AUSGENUTZT UND AUSGEGRENZT" nimmt er in 32 Kapiteln Stellung zu unserem Wirtschaftssystem. Die Arbeitswelt, Leiharbeit, Hartz IV, 1-Euro-Jobs, Rentenpolitik und Grundeinkommen sind ebenso Schwerpunkte wie Bad Banks, Bürgschaften und Konjunkturprogramme.
Dabei kommen auch die Parteien nicht ungeschoren davon. Der Dortmunder Autor prangert in seinem Buch marktradikale Prinzipien der Wirtschaft an und fordert eine stärkere Orientierung an ethische Belange.
Erschienen ist sein Buch im Schwedhelm Verlag, 202 Seiten, Softcover, Preis: 12,80 Euro, ISBN 978-3-941317-03-1
Eine kostenlose Leseprobe als PDF lässt sich beim Verlag downloaden. (Cover, Inhaltsverzeichnis, Vor- Nachwort, 2 Kapitel)
http://www.schwedhelm-verlag.de/verlag/download.html

Walther Borgius
Die Schule – Ein Frevel an der Jugend
tologo verlag, Seiten: 264, ISBN: 978-3-9810444-8-5, Preis: 14,90 EUR, http://www.tologo.de/die-schule/
2009 ist im Leipziger tologo verlag die lang erwartete Neuauflage von Walther Borgius’ Schulkritik-Klassiker „Die Schule – Ein Frevel an der Jugend“ erschienen. Die Schule – gemeinnützige Anstalt oder „raffiniertes Herrschaftsmittel des Staates“? Diese Frage beantwortet Walther Borgius in seinem 1930 erstmals erschienenen Werk eindeutig und entlarvt die Institution Schule als „schweren Krebsschaden unserer Kultur“. Abgerundet wird diese Neuauflage durch ein Nachwort von Ulrich Klemm.
Neben der gedruckten Ausgabe ist „Die Schule – Ein Frevel an der Jugend“ auch online unter www.tologo.de/die-schule/geschichtliches/ als Volltext verfügbar.

Findus
Kleine Geschichte des Anarchismus

Ein schwarz-roter Leitfaden
Verlag Graswurzelrevolution
Nettersheim 2009
Paperback, Klebebindung, 58 Seiten
ISBN 978-3-939045-11-3
Preis (D): € 7,80www.graswurzel.net
buchverlag@graswurzel.net

Nach der Jugendzeitung UTOPIA hat uns der "Verlag Graswurzelrevolution" nun eine jugendtaugliche Version anarchistischer Geschichte in Comicform geschenkt. Die von FINDUS flott illustrierten, sauber und wertig bedruckten Seiten erzählen auf der Basis einer netten kleinen Geschichte:
In ein Gespräch zweier Jugendlicher an der Bushaltestelle mischen sich immer mehr Leute ein und geben ihren Senf dazu. Mittels kurzer, leicht konsumierbarer Texte zwischen den kommentierenden Zeichnungen, bildet sich in großen Zügen Entstehen und Gegenwart des Anarchismus ab. Damit das Ganze etwas mehr Substanz gewinnt, sind weiterführende Literaturangaben hinzugegeben. Letztere dürften teilweise das Publikum in der Beschaffung vor Probleme stellen, da auch nicht mehr erhältliche Werke dabei sind, wie etwa das von Volin über die Machnowbewegung (drei Bände "Die unbekannte Revolution" - beim Unrast Verlag ist der 3. Band "Der Aufstand von Kronstadt" separat neu aufgelegt). Das eine oder andere vorgeschlagene Buch fällt auch nur mühsam unter den Begriff "Anarchismus" und wäre in diesem Zusammenhang verzichtbar gewesen. Im Ganzen ist die Literaturliste jedoch durchaus brauchbar.Die knapp gehaltenen Texte sind geeignet, Anstöße zu weiterer Beschäftigung mit dem Thema zu geben, auch wenn für Jugendliche vielleicht ein wenig das Element "Abenteuer-Spannung" in ihnen fehlt. Nicht in jedem Fall wird die Interpretation von Personen, Geschehnissen und Geschichte Konsens bei allen AnarchistInnen sein. Die enthaltene Information ist eher sachlich gehalten und, der Kürze des Werkchens geschuldet, auch nicht überbordend vollständig. So würde mensch sich gerade über den Nachkriegsanarchismus ein paar Infos mehr wünschen. Zapatistas und Globalisierung  sind zwar wichtige Themen, aber nicht unbedingt Kernbereich des aktuellen Anarchismus. Nun gut - sie sind auch nicht nebensächlich und in beiden Aktionsfeldern sind viele AnarchistInnen engagiert. Zwei oder gar vier Seiten weniger Werbung am Ende für den Verlag Graswurzelrevolution hätte zudem wieder Platz für weitere Informationen zum Thema freigegeben.Die Findus-Zeichnungen sind grafisch ansprechend, schnörkellos, wenn auch manchmal nicht ganz treffsicher bzw. etwas zu klischeemäßig. Einige Charaktere sind hingegen großartig getroffen. Die Zeichnungen sind unterhaltend collagiert, teils auch karikierend witzig-selbstironisch. Sie dürften die lesefaulere Jugend munter durch das Büchlein lotsen.
Auf dem Titel springt uns im wahrsten Sinne des Wortes eine frech grinsende Jugendliche ins Auge. Die entsprintet raschen Laufs, mit wehendem Fuchsschwanzzopf, bekleidet mit Anarch@sweatshirt und Jeans ...der bürgerlichen Gesellschaft, der Polente? Der schwarzrot flackernde Hintergrund läßt Gedanken an Feuer aufkommen. Die Message, die damit ausgedrückt werden soll, ist zwar nicht ganz klar, aber das Bild als solches ist rund und ein sehr hübscher Eyecatcher, der sicher verkaufsfördernd wirkt.Mit 7,80 Euro ist der Preis für diese Buchbroschüre nicht exorbitant billig, aber auch nicht wirklich überteuert. Mensch erhält für sein Geld ein sorgfältig editiertes Büchlein, das Spaß macht und zum Verschenken einlädt.

RGL von LPA (Libertian Press Agency), Berlin


Der besondere Tipp:
William T. Hathaway: Das Ende der Kriege
Wie Kriegsgegner in Deutschland, Amerika, Afghanistan und im Irak für den Frieden kämpfen
ISBN 978-3-939276-04-3; 14,90 €; 188 Seiten, JESBIN-Verlag, Oldenburg

Noam Chomsky: »Ein Buch, das weit über die unmittelbare Botschaft hinaus die Komplexität der menschlichen Existenz begreifbar macht.«

Die Kriege in Afghanistan und im Irak finden kein Ende – Hoffnungsträger Barack Obama ist in die Fußstapfen seiner Vorgänger getreten. Doch der Widerstand wächst: Kriegsgegner in Deutschland und Amerika suchen neue Wege, um der Kriegstreiberei endlich ein Ende zu bereiten. William T. Hathaway versammelt in seinem Buch 15 ganz persönliche Geschichten von ganz unterschiedlichen Menschen: 15 bewegende Schicksale, 15 grausame Erfahrungen mit Krieg und Gewalt, 15 Wege, die in Richtung Frieden führen.

Der Autor und Mitglied der Gruppe, William T. Hathaway, ist Kriegsveteran der US Special Forces und jetzt Friedensaktivist. Er war Fulbright-Gastprofessor für Amerikanistik an den Universitäten Oldenburg und Bonn und ist jetzt Dozent in Oldenburg. Sein erstes Buch, A World of Hurt, erhielt für seine kritische Darstellung des US-Militärs den Rinehart Foundation Award.


Gustav Landauer - Aufruf zum Sozialismus
Mit einer Einleitung von Dr. Michael Gunther
ISBN: 978-3-939272-53-3 12,90 €
Synergia Verlag und Auslieferung, Erbacher Str. 107, 64287 Darmstadt, Tel: 06151-42891-0, Fax: 06151-42891-10, E-Mail: info@synergia-verlag.de

»Heute ergeht der Aufruf zum Sozialismus an alle. Es ist eine riesengroße unauslöschliche Schande der Zeiten, daß um
des Profits willen gewirtschaftet wird, statt für die Notdurft der in Gemeinden geeinigten Menschen. Rettung kann nur
bringen die Wiedergeburt der Völker aus dem Geist der Gemeinde! Die Grundform der sozialistischen Kultur ist der
Bund der selbständig wirtschaftenden und untereinander tauschenden Gemeinden.«

Über das Buch
Ungeheuer scharfsinnig analysiert Gustav Landauer in dieser Schrift den Kapitalismus und dessen negative
Auswirkungen für Mensch und Gesellschaft. Drei Hauptursachen der »wirtschaftlichen Sklaverei« klagt er an: das
Bodeneigentum, die Unverbrauchbarkeit des Geldes sowie den Profit.
Landauer setzt auf den Geist der Gemeinde und das Bewußtsein des Einzelnen zum Wohle aller. Sein Gesellschaftsentwurf:
sozialistischer Anarchismus.

Über die Autoren
Gustav Landauer (1870–1919) war einer der wichtigsten Theoretiker und Aktivisten des Anarchismus in Deutschland. Er war Herausgeber der Zeitschrift Der Sozialist. Als überzeugter Pazifist kritisierte er den Ersten Weltkrieg scharf. Beteiligt an der Münchner Räterepublik wurde er nach deren gewaltsamer Niederschlagung von Freikorps-Soldaten in der Haft ermordet. Landauers bedeutende Schrift wird eingeleitet von einem ausführlichen Vorwort von Dr. Michael Günther. Günther studierte in München an der Ludwig-Maximilians-Universität Philosophie, Politologie und Germanistik, war u. a. als Programmleiter des Eugen Diederichs Verlags und als Herausgeber von "Diederichs Gelbe Reihe" tätig. Seine Leidenschaft gilt der Philosophie, der Spiritualität, dem Fußball und der Verbesserung der Welt.


Rolf Cantzen
Mordskarma
Krimi
ISBN 978-3-86841-103-4
189 Seiten
16 €

 http://www.edition-av.de/buecher/mordskarma.html

Tilman Leder
Die Politik eines „Antipolitikers“
Eine politische Biographie Gustav Landauers

Mit Illustrationen von Uwe Rausch
ISBN 978-3-86841-098-3
896 Seiten (2 Bände)
49,90 €

http://www.edition-av.de/buecher/landauer10.html

Jochen Knoblauch
Marx vs. Stirner.
Oder: Ein Versuch über dieses & jenes.
ISBN 978‐3‐86841‐120‐1
96 Seiten m. Abb.
14 €

http://www.edition-av.de/buecher/knoblauch-marx_vs_stirner.html

Gord Hill
Antikapitalistischer Widerstand
Comic übersetzt von Katja Cronauer
Von den WTO-Protesten bis zu Occupy und darüber hinaus
ISBN 978-3-86841-104-1
96 Seiten
14 €

http://www.edition-av.de/buecher/gord_hill-antikapitalistischer_widerstand.html

Émile Pouget
Die Revolution ist Alltagssache.
Schriften zur Theorie und Praxis des revolutionären Syndikalismus.
Übersetzt, eingeleitet und kommentiert von Michael Halfbrodt
ISBN 978-3-86841-105-8
308 Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/pouget-die_revolution_ist_alltagssache.html

„Antisemit, das geht nicht unter Menschen“.
Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel
Jürgen Mümken | Siegbert  Wolf (Hrsg.)
Band 2: Von der Staatsgründung bis heute
ISBN 978-3-86841-118-8
273 Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/anarchistische_positionen_2.html

Roman Danyluk
KIEW UNABHÄNGIGKEITSPLATZ

Verlauf und Hintergründe der Bewegung auf dem Majdan
ISBN 978-3-86841-106-5
178 Seiten
14 €

http://www.edition-av.de/buecher/danyluk-majdan.html

Roman Danyluk
Partisanen und Milizen
Zum Verhältnis von Gewalt und Emanzipation
ISBN 978-3-86841-100-3
364 Seiten
18 €

http://www.edition-av.de/buecher/danyluk-partisanen.html

Ralf Burnicki & Findus
Hoch lebe sie  die Anarchie!
Anarcho‐Poetry
ISBN 978‐3‐86841‐102‐7
49 Seiten 
9,80 €

http://www.edition-av.de/buecher/burnicki_findus.html