Seit 1936 finden diese auf dem ‘antimilitaristischen, frei-sozialistischen,
alkohol- und drogenfreien zeltplatz ‘Tot Vrijheidsbezinning‘ in Appelscha,
Friesland, statt.
Über die lange jahre hinweg haben sich diese ‘Pinksterlanddagen‘ (PL) sich
zu einer für holland unentbehrlichen tradition entwickelt, vergleichbar etwa
mit dem Londoner Anarchist Bookfair. Aktivistinnen und anarchistinnen allerart
und vor allem auch aller altersgruppen können sich dort treffen, miteinander
diskutieren, sich mit kultur oder den kinder befassen, rumhängen, fussball
spielen usw. Die neue vorbereitungsgruppe hat sich für die PL von 2000 als
ziel gesetzt, dass das inhaltliche programm - diskussionsgruppen, ag‘s usw.
- einen stärkeren zusammenhang aufzeigen wird als in den letzten jahren. Dazu
werden (u. a.) mit nachdruck auch deutsche gruppen zur ‘Pinksterlanddagen‘
eingeladen.
Zukunftswerkstatt Appelscha
So lautet der arbeitstitel der 64. anarchistischen ‘Pinksterlanddagen‘ in Appelscha,
Friesland. Unter dieser fahne hofft die neue vorbereitungsgruppe am wochenende
vom 9. bis 11. juni 2000 wiederum etwa 500 anarchistinnen, aktivistinnen
und sonstiges unruhiges gesindel - zuminstest zeitweilig -zusammenzubringen.
ambition
Wie der arbeitstitel schon vermuten lässt, haben wir die weichen auf eine
wohl ambitiöse PL gesetzt. Denn Zukunftswerkstatt Appelscha ist mehr als ein
hohles geschrei, mehr auch als ein unbestimmter rahmen, in dem über alles
und jenes diskutiert werden kann. Zukunftswerkstatt Appelscha ist ein Plan,
eine struktur. Sie soll bewirken dass die diskussionen und ag‘s sich in mehr
oder weniger organisierter weise den zeichen der zukunft stellen werden.
bezogenheit
Über ‘Appelscha‘ (und über die anarchistische bewegung) wird vieles geklagt.
Die besucherinnen des treffens seien zu passiv, ja des öfteren sogar widerlich
konsumptiv eingestellt. Darüber hinaus seien zu viele aktivitäten während
der PL viel zu unverbindlich. Wenn diskussionen schon eine art von schlußfolgerung
erreichen, dann wird damit nur selten etwas weiteres gemacht. Der zusammenhang
zwischen den verschiedenen themen, die größere anarchistische erzählung, alles
dies wird dadurch kaum, ja fast nie thematisiert. Beiderlei kritik - schlaffheit
und visionslosigkeit - soll jetzt von der Zukunftswerkstatt abgefangen werden.
Mit eure hilfe!
fragen
Eine wesenliche voraussetzung für gutes diskutieren ist, dass leute über
etwa die gleichen sachen sprechen möchten. Um zu bewirken daß dies auch in
Appelscha der fall ist, haben wir eine liste mit fragen zusammengestellt.
Wir gehen davon aus dass jedeR individuelle besucherIn und jede organisation,
die einen beitrag liefern wollen, sich diese fragen schon vor dem pfingstwochenende
stellen sollen und auch tatsächlich stellen. Die fragen sollten - wenn nicht
wortwörtlich, dann jedenfalls inhaltlich - auch in die meisten workshops und
andere aktivitäten während der PL ‘mitgenommen‘ werden. Damit wir endlich
wieder klar kriegen, was wir alle so hartnäckig tun und weshalb!??
Hier sind sie:
1) In welcher art und weise fühlst
du/fühlt deine gruppe sich mit irgendwelchem anarchismus verbunden? Was für
ein anarchismus wäre das (ungefähr)?
2) Was ist das Ziel, das du dir/ihr
euch längerfristig gestellt hast/habt?
3) Wie denkst du/denkt ihr, deine/eure
kleinen idealen und/oder großen utopien in den nächsten jahren verwirklichen
zu können?
4) Wie verhält dein/euer thema oder
‘kampf' sich in deiner/euer sicht zu ‘der‘ anarchistischen bewegung?
5) Mit welche gruppen möchtest du/möchtet
ihr in den nächsten jahren (überhaupt nicht) zusammenarbeiten?)
6)..........................................................................
(...)
Kontakt:
3500 BH Utrecht
mit anarchistischen grüßen aus holland