Eine bittere Pille mussten die Gruenen zunaechst schlucken: Atomkraftwerke
kann man gar nicht abschalten, weil es dafuer keinen Schalter gibt. Doch jetzt
hat die Gruenen-Spitze im Streit um den Atomausstieg ueberraschend saemtliche
Grundpositionen ihrer Politik gegen die SPD durchdruecken koennen. Das geht
zumindest aus einem der Titanic zugespielten Geheimvertrag zwischen Nuklearwirtschaft
und Bundesregierung hervor. Und es kommt noch besser: Dank zaeher Verhandlungsfuehrung
konnte Juergen Trittin der Atommafia auch die ziemlich feste Zusage abringen,
dass in den naechsten 30 Jahren hoechstens zehn, aber nicht mehr als zwanzig
Reaktoren neugebaut werden. Damit duerfte das Atomzeitalter in der Bundesrepublik
endgueltig der Vergangenheit angehoeren.
(1) Die Atomindustrie verspricht, dass alles ganz sicher ist und praktisch
nichts passieren kann.
(2) Falls doch was passiert, sind jedenfalls nicht die Gruenen schuld.
(1) Alles muss schoen umweltfreundlich zugehen.
(2) Als zulaessige Hoechstgeschwindigkeit bei der Teilchenbeschleunigung gilt
Tempo 100.
(3) Im Reaktorkern wird eine Tempo-30-Zone eingerichtet.
(4) Die elektrischen Anlagen des Atomkraftwerks werden durch eine auf dem
Dach des AKW installierte Solaranlage versorgt.
(1) Frauen, Auslaender, Auslaenderinnen und behinderte MitbuergerInnen haben
jederzeit freien Zugang zum Reaktorkern.
(2) Frauen duerfen aber nicht alleine schweres Wasser heben. Dabei muss ihnen
jemand helfen, z.B. ein Behinderter.
(3) Auf dem Hof vom Atomkraftwerk muessen ausreichend Fahrradstaender und
beleuchtete Frauenparkplaetze vorhanden sein.
(1) Atommuell muss sortenrein getrennt und in mindestens drei verschiedenfarbigen
Behaeltern aufgehoben werden.
(2) Atommuell darf aber erst weggeworfen werden, wenn ganz sicher ist, dass
man nicht noch irgendwas davon brauchen kann.
(3) Es darf nicht immer derselbe dran sein mit Atommuell runterbringen.
(4) Wer Brennstaebe in die falsche Tonne wirft, kann was erleben.
(1) Sogenannte weiche Drogen sind auf dem gesamten Gelaende des AKW legal.
(2) Natuerlich auch in der Schaltzentrale.
(3) Immer schoen langsam machen.
(4) Die komischen Farben haben nichts zu bedeuten und waren vorher schon da.
(1) In sog. Schnellen Bruetern duerfen nur noch Freilandelektronen aus Bodenhaltung
verwendet werden.
(2) Saemtliche Schutzanzuege muessen asbestsaniert werden.
(3) Der Kraftwerksbetreiber wird von der Pflicht zur Bereitstellung einer
vegetarischen Vollwertmahlzeit auch dann nicht entbunden, wenn ein GAU oder
so eintreten sollte.
(4) Der Bierpreis betraegt auf dem gesamten AKW-Gelaende fuenf Mark pro Liter.
(5) Die zum Betrieb eines AKW noetigen Tiertransporte duerfen nicht ueber
mehr als 150 Kilometer Entfernung fuehren. Der Fahrer muss zwischendurch auch
mal anhalten und den Tieren gut zureden.
(1) Homosexuelle duerfen im Atomkraftwerk heiraten.
(2) Und Kinder adoptieren.
(3) Aber nicht missbrauchen.
(1) Niemand darf Blutkrebs bekommen.
(2) Sonst muss er zum Arzt.