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Was, wann, wo -aktuell
informiert per x-tausendmalquer Handy-SMS-Verteiler: www.X1000malquer.de
Adressen:
Arbeitskreis gegen
das AKW Philippsburg
Matthias Mauser
Ludwig-Wilhelm-Str. 19
75135 Karlsruhe
e-Mail: antiatom@t-online.de
Anti-AKW/Castor-Gruppe
Heidelberg
c/o Eine-Welt-Zentrum
Am Karlstor 1
69117 Heidelberg
Tel/Fax: 06221/978932
e-Mail: anti-atom-heidelberg@gmx.de
"X-tausendmal
quer - ueberall"
Artillerie abschaffen Str. 6
27283 Verden
Tel.: 04231/967566
Fax: 04231/957565
e-Mail: info@x1000malquer.de
www.x1000malquer.de
BI "Kein
Atommuell in Ahaus"
Bahnhofstr. 51
48683 Ahaus
Tel.: 02561/961791
Fax: 02561/961792
Info-Tel: 02561/961799
e-Mail: mail@bi-ahaus.de
www.bi-ahaus.de
Aktionsbuendnis
Castor-Widerstand Neckarwestheim
c/o DemoZ
Wilhelmstr. 45/1
71638 Ludwigsburg
e-Mail: anti-akw.neckarwestheim@s.netic.de
www.i-st.net/~buendnis/
Regionalplenum
HessenBaden
Kranichsteiner Str. 81
64289 Darmstadt
Tel: 06151/712365
e-Mail: kontakt@hessenbaden.de
BI Luechow-Dannenberg
Drawehner Str. 3
29439 Luechow
Tel. 05841/4684
Fax: 05841/3197
e-Mail: bi-luechow@t-online.de
www.bi-luechow-dannenberg.de
Info-Hotline BI Lüchow-Dannenberg
(ständig aktelle dreiminütige Ansage)
Tel. 05841-709282
Nix-Mehr-Infotelefon
(030-2619812)
Anti-Atom-Link-Listen:
http://www.castor.de/7links.html
http://www.atomplenum.de/index.php?navi=Links
Material
gibt es bei Tolstefanz
- Wendlaendisches Verlagsprojekt, 29439 Jeetzel 41, Tel/Fax:
05841/4521, eMail: tolstefanz@jpberlin.de. Tolstefanz ist ein nichtkommerzielles
Bewegungs-Projekt.
"anti atom bleibt
aktuell", Sondernummer der Zeitschrift aaa (anti atom aktuell)
mit den wesentlichen Argumenten fuer die sofortige Stillegung
aller Atomanlagen. Sept. 2000, 44 Seiten A4, 5 DM
Entsorgungs-Fiasko.
Eine aktuelle Atommuell-Bilanz. Sept. 2000, 28 Seiten A5, 4 DM
"Einstieg oder
Ausstieg" Fragen und Antworten zum "Atomkonsens" - Handliche Broschuere
vom Juli 2000 im Format A6, 32 Seiten, bestens zum breiten
Verteilen geeignet, komplizierte Sachverhalte verstaendlich erlaeutert.
Preise: 10 Ex. 10 DM, 25 Ex. 20 DM, 50 Ex. 30 DM, 100 Ex 50
DM, 200 Ex. 100 DM. Lieferung nur gegen Vorkasse (Bargeld, Scheck,
Briefmarken).
Biblis
Durch unten stehenden Link gelangt ihr zur Biblis-Zeitung November 2007, in der die aktuelle Situation der Schrottreaktoren in Biblis/Hessen zusammengefaßt wird.
Biblis angeklagt - Informationen über die Klage vor Gericht auf Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis B
Diese Zeitung wird herausgegeben
von der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung
des Atomkrieges, Ärzte in sozialer
Verantwortung e. V., dem BUND Landesverband
Hessen e. V. und der Europäischen
Vereinigung für Erneuerbare
Energien e. V. (EUROSOLAR)
Philippsburg
Die Betreiber des AKW
Philippsburg haben ein ernsthaftes Problem. In den Abklingbecken
der beiden Reaktoren ist kein Lagerplatz mehr frei. Der eigentliche
Plan zur Behebung dieses Problems ist bisher gruendlich schiefgegangen.
Vorgesehen war die Beladung von sechs Castoren vom Typ
V und die "Transportbereitstellungs- oder Interimslagerung" in Garagen auf dem Kraftwerksgelaende. Doch bisher ist bei keinem
einzigen Behaelter die Beladung gelungen. Sie bekommen den Deckel
nicht dicht. Jetzt muss alles ganz
schnell gehen und da wuerden Transporte zur WAA helfen. Denn die
dazu vorgesehenen Behaelter vom Typ TN 13 muessen - klingt etwas
kurios - nicht so dicht sein wie ein Castor V, der fuer die Zwischenlagerung
vorgesehen ist. Denn das Problem mit der Langzeitsicherheit
faellt weg. WAA-Behaelter sind Mehrwegbehaelter. Sie
werden in La Hague wieder entladen und erneut nach Philippsburg
geschickt.
Neben der Dringlichkeit
des Abtransports spricht fuer Castor-Transporte aus Philippsburg die grenznahe Lage.
Die baden-wuerttembergische Polizei geht davon aus, dass die kurze
Strecke bis zur franzoesischen Grenze mit geringeren Kraeften
zu sichern ist als irgendeine andere.
Sprachregelung
Ich spreche und schreibe
im Zusammenhang mit Philippsburg - La Hague ganz bewusst von
Castor-Behaeltern, obwohl der Markenname Castor eigentlich nur
bei Zwischenlager-Behaelter der Firma GNB richtig ist. Andere
Behaeltermarken heissen Excellox, NTL oder eben TN (als kleine Erinnerung
an die Skandalfirma Transnuklear), werden aber auch Castor
genannt. Ihr kennt das von Klebestreifen ("Tesafilm")
oder Papiertaschentuechern ("Tempo"). Da werden auch alle Fabrikate in der
Umgangssprache mit dem bekanntesten Markennamen benannt.
Warum das hier so ausfuehrlich
steht? Weil die Namensfrage auch einen politischen Hintergrund
hat. Die Anti-AKW-Initiativen haben sich nach dem Merkelschen
Transportestopp 1998 unmissverstaendlich darauf festgelegt, den
naechsten Transport abgebrannter Brennelemente, egal
von wo nach wo er rollt, zu blockieren. Nicht mehr nur Atommuell-Zuege
nach Gorleben und Ahaus sollen auf Widerstand treffen,
sondern auch die Transporte in die Wiederaufarbeitung.
Der Castor ist das Symbol fuer diesen Widerstand und deshalb
nennen wir alle diese Transporte Castor-Transporte.
Philippsburg-Minuspunkte
Bei einem Castor-Transport
von Philippsburg nach La Hague gibt es einige standortbedingte
Minuspunkte fuer einen effektiven Widerstand. Philippsburg
zieht erstmal weniger Leute an als die bekannten Aktionsorte
Ahaus und Gorleben. WAA-Transporte wurden bisher nicht in grossem
Ausmass blockiert. Das ist Neuland.
Ebenfalls problematisch
ist die Grenznaehe von Philippsburg. Die Polizei hofft, das Ding
schnell in Frankreich zu haben. In und um Philippsburg
gibt es seit einigen Monaten massiven Widerstand gegen die
Errichtung einer standorteigenen Castor-Halle, wie sie im Konsenspapier
vorgesehen ist. Es hat sich eine grosse BuergerInnen-Initiative
gegruendet, die maechtig Druck macht.
Doch diese BI besteht
aus BefuerworterInnen und GegnerInnen des AKW-Weiterbetriebs.
Immer wieder erheben Leute aus der Region die Forderung, den Atommuell
nach Gorleben oder Ahaus zu schaffen, statt ihn am AKW zu
lagern. Es koennte - wenn wir nicht aufpassen - oeffentliche Distanzierungen
von Castor-Blockaden geben, weil diese den Abtransport
des Muells erschweren und damit ein Zwischenlager angeblich
wahrscheinlicher machen.
Aber Vorsicht! Es waere
falsch, die oertliche BI gleich ins Lager unserer "GegnerInnen" zu stecken. Denn unter der Hand gibt es bei vielen BI-lerInnen grosses
Verstaendnis fuer unsere Arbeit. Absprachen erscheinen
nicht ausgeschlossen.
Philippsburg-Pluspunkte
Der Vorteil bei einem
Transport Philippsburg - La Hague waere fuer die Anti-AKW-Bewegung,
dass es nur eine Hauptaktionsregion gaebe. Zwar ist es ausdruecklich
erwuenscht, dass auch entlang der Strecke oder an der deutsch-franzoesischen
Grenze oder in Frankreich Aktionen laufen. Aber
in Gegensatz zu einem Transport von Neckarwestheim nach
Ahaus mit zwei wichtigen Regionen, ums AKW und ums Zwischenlager,
werden sich bei einem Philippsburg-Transport die meisten
in der Region um das AKW tummeln.
Es wird spannend, wie
gut es den Initiativen gelingt, die in den letzten zwei Jahren
entwickelte mobile Infrastruktur schnell in die betroffene Region
zu verlagern. Es wird spannend, wie die Ankuendigung, Castor-Transporte
in die WAA in Zukunft gleichrangig zu behandeln, jetzt
auch eingeloest wird.
Politische Gruende
gibt es dafuer genug. Die im Konsenspapier zwischen Bundesregierung
und Betreibern festgelegte Fortsetzung der Wiederaufarbeitung
ist eine Provokation fuer die Bewegung, da die Gefahren hinlaenglich
bekannt sind. Auch waere es politisch einaeugig, sich nur
massiv dagegen zu wehren, wenn es im naechsten Jahr zu Ruecktransporten
von WAA-Abfaellen nach Gorleben kommt, aber nichts zu tun,
wenn der Muell ins Ausland rollt. Schliesslich kann mit einem moeglichst
breiten Widerstand gegen einen Transport Philippsburg - La Hague
fuer so viele Ueberstunden bei der Polizei gesorgt werden, dass
weitere geplante Transporte nach hinten verschoben werden muessen.
Testfall Philippsburg
Das ist der eigentlich
Knackpunkt: Bei Zwischenlager-Transporten ist der Polizei klar,
dass sie derzeit nicht mehr als einen pro Jahr schafft. Bei WAA-Transporten
sind sie unsicher. Einerseits gab es gegen diese frueher
weniger Widerstand, andererseits werden die Ankuendigungen aus
der Bewegung, jetzt keinen Unterschied mehr zu machen, sehr ernst
genommen.
Beim ersten WAA-Transport
faellt also die Entscheidung: Ist ein grosser Polizeieinsatz
noetig, so platzt der Testballon, selbst wenn die Staatsmacht
den Castor letztendlich durchsetzt. Danach waere erneut Pause angesagt.
Wuerde er aber halbwegs
gut durchkommen, dann werden in kurzem Abstand weitere Castoren
nach La Hague und Sellafield rollen. Schliesslich fuhren
bis vor zwei Jahren woechentlich ein bis zwei Behaelter Richtung WAA.
Der Transportestopp waere umfassend beendet. Die AKW-Betreiber
koennten jubeln, denn die drohende Verstopfung waere effektiv
abgewendet.
Mit dem Widerstand gegen
den ersten Transport stoppen wir also die kommenden, wenn
wir viele sind und die noetige Qualitaet an Aktionsformen mitbringen.
Ein Ansatz: "X-tausendmal
quer - ueberall"
Die Kampagne "X-tausendmal
quer - ueberall" versteht sich als Teil der bewegungseigenen
Vielfalt von Aktionsansaetzen. Eine grosse gewaltfreie Sitzblockade
in Philippsburg wird vorbereitet. Bisher haben sich ueber 3.000
Menschen bei der Kampagne zurueckgemeldet.
Das sind schon heute
deutlich mehr als kurz vor der grossen "X-tausendmal quer"-Aktion
1997 in Dannenberg, an der ja dann 9.000 Menschen teilnahmen.
Aufrufe der Kampagne
koennen bestellt werden ueber "X-tausendmal quer - ueberall",
Adresse siehe oben.
Der allerwichtigste
Grundsatz bei einer Mobilisierung: Uebernehmt
selbst Verantwortung dafuer, dass es klappt. Wartet nicht
darauf, dass es andere tun. Wenn Ihr diese Castor-Auseinandersetzung
als Eure Sache begreift, in die Ihr Hirnschmalz und Herzblut
steckt, dann haben wir gute Chancen, in fuer einige Ueberraschungen
zu sorgen. Schliesslich ist die Zahl der Unzufriedenen
mit der Atompolitik der Bundesregierung sehr
gross. Diese Unzufriedenen gilt es zu erreichen und davon
zu ueberzeugen, dass es jetzt die einzigartige
Moeglichkeit gibt, oeffentlich die fehlende Akzeptanz des Konsens-Nonsens
zu demonstrieren.
Das Castor kommt -
wir stellen uns quer! Und Du bist hoffentlich dabei! Oder meist Du,
ein baldiger Atomausstieg kaeme ohne Dein Engagement zustande?
Na? Eben!