erhebliche
Gesinnungsqualen.
Beim Studium
von Wahlplakaten
kommt er
wohl mal zu Resultaten
aus denen
er sich dann und wann
selbst eine
Meinung bilden kann.
Doch kaum
ist er dem Ziele nah,
dann sind
erneut Bedenken da.
Er grübelt,
diskutiert und flucht
und lässt
kein Mittel unversucht;
mit Gründlichkeit
und Interesse
widmet er
sich der Tagespresse,
von links
bis rechts (auch jener freilich
die - soweit
möglich - unparteilich);
hört Redner
der Parteien an,
bewegt selbst
den Toilettenmann
seines Lokals
zur Stellungnahme,
liest jede
Art von Wahlreklame
und lässt
sich seiner Zweifel wegen
von seiner
Wirtin Karten legen.
Was immer
er auch unternimmt,
stets wird
er wieder umgestimmt.
Doch da
er nun mal wählen muss,
fasst er
verzweifelt den Entschluss
es zwei
Minuten vor dem Wählen
schnell
an den Knöpfen abzuzählen.
Denn das
ist - angesichts der Mode -
die zuverlässigste
Methode.
B. HARDY